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Seit dem 1. Januar 2021 gibt es in Frankreich einen Reparatur-Index. Ein Label zeigt Käufer*innen von Smartphones, Fernsehern, Laptops, Waschmaschinen und Rasenmähern in Form eines Punktestands zwischen 0 und 10 an, wie gut die Geräte reparierbar sind:

runder-tisch-reparatur.de/der-

Wann ist es bei uns endlich soweit?

@3rik Danke für die Info, das kannte ich gar nicht! Die Verbesserungsvorschläge aus dem Artikel klingen sehr gut, so könnte das ja wirklich von der EU übernommen werden.

Side note: spannend, dass viele solcher Labels in Frankreich ihr offizielles Debüt feiern, etwa der Nutriscore.

@3rik Das wird genau so wirksam sein wie die Energielabels auf Kühlschränken und Waschmaschinen. Mit anderen Worten, kaum jemand wird sich wirklich dafür interessieren, mit Ausnahme der Öko/Vegan/Bio-Fraktion. Ich finde die Idee gut, aber wahrscheinlich wird die Bürokratie dafür die Umweltvorteile direkt kompensieren.

@3rik

Bei uns hat #peteraltmaier von der #niemehrcdu gerade angekündigt, dass man Mode, so wie Lebensmittel, offiziell als "Verderbliche Ware" deklarieren will.
Damit man sie besser steuerlich absetzen kann, selbst wenn sie eigentlich noch gut oder sogar neu und unbenutzt ist.
Ein Hoch auf die Wegwerfgesellschaft also.
Und natürlich auf den besten Wirtschaftsminister, den man für Geld kaufen kann :awesome:

@blueplanetslittlehelper
Sorry, aber das ist nicht der Hintergrund.
Der Hintergrund ist, dass es die Modeindustrie wie keine andere auf der Welt geschafft hat, und davon zu überzeugen, dass permanentes weg werfen und neu kaufen nicht nur "cool" ist, es ist sogar notwendig, um gesellschaftlich akzeptiert zu werden und Anschluss zu finden.
"Kleider machen Leute", wie es so schön heißt.
Gut gemachte Kleidung kann Jahre halten und wäre super reparierbar, wenn man das Mobbing OK findet.
@3rik

@ck
Hintergrund vor allem zu deiner Altmaier-Aussage, die ich erst einmal nachlesen musste.
Was Mode angeht bin ich ganz deiner Meinung. Kleidung muss nicht modisch sein. Sie hat einen praktischen Sinn, und wenn man unbedingt will kann man sich einem persönlichen, zeitlosen Stil entsprechend kleiden. Mode war eine Erfindung der U.S.-Hersteller, damit jeder gleich erkennen konnte ob der andere seiner Bürgerpflicht Konsum nachgekommen war, inkl. Gruppenzwang. @3rik

@blueplanetslittlehelper @ck

WTF?

"Eine Tonne T-Shirts zu verbrennen, kostet weniger als 100 Euro. Auf Spenden müssen 19 Prozent Umsatzsteuer gezahlt werden. Selbst wenn man den Wert eines T-Shirts bei nur einem Euro ansetzt, sind das für eine Tonne Shirts 900 Euro, die ans Finanzamt gehen."

tagesschau.de/wirtschaft/texti

@3rik
Yepp. Aber anstatt die Umsatzsteuer für Spenden abzuschaffen, können unverkaufte Kleidungsstücke künftig als verderblich von der Steuer abgesetzt werden (was sogar zu mehr Steuer•minder•einnahmen führt). Andererseits aber brechen die Altkleider-Container sowieso schon aus allen Nähten, und Luxus-Hersteller wollen ihre Marke nicht dadurch "beschädigen" dass es sie billiger gibt 🤮 tagesschau.de/wirtschaft/unter
@ck

@blueplanetslittlehelper
Also meine Theorie dazu ist ja diese:
A kauft in einem Billiglohnland ein paar Container billige Klamotten. B lagert die für ein halbes Jahr bei sich ein und gibt sie dann an A zwecks Entsorgung zurück. Das Geld für die Ware holt man sich natürlich vom Staat zurück, ist ja jetzt verdorben. A "entsorgt" die Ware dann, indem sie Wholesale nach Afrika oä. verkauft wird. A und B teilen sich die Differenz und die #nieMehrcdu bekommt eine weitere Großspende.

@3rik

@ck
Natürlich wird es wie bei jedem Gesetz welche geben, die das schamlos ausnutzen. Aber für die im meinem Link gezeigten Einzelhändler geht es jetzt wirklich um die Existenz (in Teilen auch für die Ketten). Da muss schon was getan werden, aber sicher nicht so.
Das ändert aber nichts an meiner Kritik der Wegwerfgesellschaft, für die die Billigmode nur ein Auswuchs ist.
@3rik

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