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Anne Jungs Vortrag über das Verhältnis zwischen deutscher Wirtschaftspolitik und Fluchtursachen ergibt: der sogenannte Marshallplan ist ein leeres Versprechen. Europa investiert keinen Cent und verpflichtet die Länder, auf Zölle zu verzichten und Land und Rohstoffe an private Investoren zu verkaufen, die vor Ort furchtbare Arbeitsbedingungen schaffen. Ziel ist das reibunglose Eingliedern afrikanischer Länder in den Weltmarkt, halt auf Kosten der Bevölkerung. Fluchtursachen bleiben bestehen.

Witzigerweise versuchen aktuell afrikanische Länder, untereinander die Grenzen zu öffnen um sich gegenseitig wirtschaftlich zu stärken. Die europäischen Regierungen arbeiten aber gegen diese Entwicklung und fordern geschlossene Grenzen zwischen afrikanischen Ländern, um Flüchtlinge zu stoppen.

Achja, stimmen Länder dem Plan nicht zu, weil sie wissen, dass die Bedingungen nicht zu ihrem Vorteil sind, gelten sie als entwicklungsunwillig und müssen fürchten, dass ihnen jede Entwicklungshilfe entzogen wird.

Westliche Firmen, die auf Basis der sogenannten "Partnerschaft" mit afrikanischen Staaten dort Rohstoffe abbauen, werden auf Basis freiwilliger Selbstverpflichtung zur Regulierung der Arbeitsbedingungen angehalten.

Also so verbindlich wie die FSK Einstufung auf meiner Lieblings-DVD.

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