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International bekannt ist das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) als Heimstatt der weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra. Mit einer bis in das 19. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte bergen die Sammlungen des Landesmuseums jedoch noch eine Reihe weiterer hochkarätiger Funde und Fundkomplexe.

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Ein Blick hinter die Kulissen: youtu.be/hDQ5F8tEKwo

Es ist für uns heutzutage so selbstverständlich, dass wir kaum noch darüber nachdenken – jederzeit kommen wir an jeden Ort, rasend schnell und dazu schicken wir Unmengen von Gütern hin und her. Doch wie war das vor Tausenden von Jahren?

Diese und noch weiteren Fragen beantwortet Museumsdirektor Harald Meller in dieser Folge von "Museum exklusiv".

youtu.be/lGmai9UBjjw

Die Kugelamphorenkultur (3100-2650 v. Chr.), entstanden im Gebiet des heutigen Polen, war von der Ukraine bis zur Weser verbreitet. Ihre Wirtschaft beruhte besonders auf der Viehhaltung – Beigaben von Rindern finden sich in vielen Gräbern.
Ein besonders markantes Beispiel aus Sachsen-Anhalt ist der „Rinderbaron von Westerhausen“, dem sich ein eigener Film unserer Reihe Museum exklusiv widmet:

youtu.be/O2ik4JxSA1I

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Der Fundplatz Neumark-Nord bei Braunsbedra im Tal der Geisel lieferte in den letzten Jahrzehnten zahlreiche naturkundliche Schätze und eine unvergleichbare Fülle altsteinzeitlicher Relikte. Unter anderem wurden die Überreste von 70 Europäischen Waldelefanten unterschiedlichen Alters entdeckt. Es ist dem Archäologen Dietrich Mania zu verdanken, dass dieses 200.000 Jahre alte natur- und kulturgeschichtliche Archiv erhalten werden konnte.

youtu.be/RPOvRt7SThQ

Südkontakte. Eine römische Rippenschale des 1. Jh. n. Chr. gelangte von Oberitalien bis nach Weißenfels im Burgenlandkreis. Dort wurde sie einem Angehörigen der germanischen Oberschicht mit ins Grab gegeben. Solche Schalen dienten als Trinkgefäße, wurden aber auch als Leichenbrandbehälter verwendet.

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Auch nach der Sesshaftwerdung bleibt die Jagd wichtig. Auf einem Gefäßfragment der Salzmünder Kultur (3400-3100 v. Chr.) sind vom Jäger noch Beine, Arme und Bogen erhalten; vor ihm befinden sich zwei kurzbeinige Tiere. Ob es sich um eine Hundemeute oder etwa fliehende Füchse/Wölfe handelt, bleibt unsicher. Salzmünde.
Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Das Fürstengrab von Gommern | Museum exklusiv
Römisches Silbergeschirr für Wein, germanische Holzeimer für Bier, ein massiver Goldhalsring und noch vielerlei andere Preziosen wurden am Ende des 3. Jahrhunderts dem "Fürst von Gommern" mit ins Grab gegeben. Es handelt sich um das am reichsten ausgestattete "Fürstengrab" ganz Germaniens.

youtu.be/VysIyzjMQxM

Die Bedeutung des Pferdes in der späten Bronzezeit illustriert der Hort von Fienstedt (9. Jh. v. Chr.). Er enthält das reiche Schmuckgeschirr eines Pferdes, Trachtbestandteile und Werkzeuge. Zahlreiche Blechhülsen schmückten die Lederriemen des Geschirrs; die Schmuckscheiben waren teils mit Klapperringen versehen, die bei Bewegungen des Pferdes rasselnde Geräusche erzeugten.
Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Die Varusschlacht leitete das Ende der römischen Bemühungen ein, die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens bis zur Elbe zu erobern. As des Augustus mit Gegenstempel des Varus (7/9 n.Chr.), gefunden in Sanne, Lkr. Stendal. Später durchlocht, wohl um als Anhänger getragen zu werden, könnte es sich bei der Münze um ein Andenken aus der Schlacht handeln.

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Die nach ihrer Form so benannten Fischschwanzdolche sind nordeuropäische Nachahmungen von frühbronzezeitlichen Metallwaffen. Experimente deuten darauf hin, dass die Herstellung eines solchen Dolches mindestens drei Stunden benötigte. Die Griffe waren mit Schalen versehen, wie z.B. ein Flintdolch mit erhaltenem Holzgriff und Lederscheide von Wiepenkathen, Niedersachsen zeigt.
Dolch aus Bebertal, 23,5 cm.

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Am 15. Mai 2022 laden wir Sie herzlich zum Internationalen Museumstag ein. Der Eintritt ist den ganzen Tag über für alle frei. Für Kinder und Familien bieten wir ein kleines Programm mit einem Museumsquiz an. Dazu finden Führungen vom wissenschaftlichen Teams des Museums durch die Ausstellung statt. Zur Teilnahme an den Führungen ist eine verbindliche Anmeldung nötig.

tickets.landesmuseum-vorgeschi

In den Jahren 2014 bis 2017 wurden die erhaltenen Überreste des frühbronzezeitlichen Großgrabhügels "Bornhöck" bei Dieskau (Gemeinde Schkopau-Raßnitz, Saalekreis) untersucht. Bei dem ursprünglich gewaltigen Hügel handelt es sich um das größte bekannte "Fürstengrab" der frühen Bronzezeit (2300 bis 1600 vor Christus) in Mitteleuropa.

youtu.be/JCu7YkDTXYs

Die frühesten Bauern in Mitteldeutschland (sog. Linearbandkeramische Kultur, 5500-5000 v. Chr.) hatten einen exotischen Geschmack. Sie trugen Armringe, Gürtelschließen und Halsketten aus Schalen der Spondylusmuschel, die im Mittelmeer aus etwa 15m Tiefe gewonnen werden mussten. Ursprünglich schimmerte der Schmuck rosa.

Fotos © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Lange vor genetischen Untersuchungen wurde von Archäologen eine östliche Herkunft der Schnurkeramischen Kultur (ab 2800 v. Chr.) diskutiert. Die Knochennadel des Grabes von Egeln, gefunden bereits 1951, spielt dabei eine Hauptrolle. Vergleiche für die hammerförmige Geweihnadel finden sich auf dem Gebiet der heutigen Ukraine und im Kaukasus.

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Die Alchemie gilt als die Mutter aller modernen Naturwissenschaften. Bei archäologischen Ausgrabungen wurde 2012 im ehemaligen Franziskanerkloster in der Lutherstadt Wittenberg eine unscheinbare Grube entdeckt. In dieser lagen zahlreiche Glasscherben. Nach restauratorischer Bearbeitung der Bruchstücke aus dem 16. Jahrhundert wurde klar, dass es sich um die Scherben von Apparaturen aus einer Alchemistenwerkstatt handelte – eine Sensation.

youtu.be/YX0ap7bfKuI

Ein Tipp zur Museumsnacht Halle & Leipzig am 7. Mai:
Besucherinnen und Besucher des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale) können aktuell mit Hilfe einer VR-Brille eine etwa zehnminütige Kunstanimation genießen, die in die Welt der Himmelsscheibe führt.

Die virtuelle Reise ist im Ticketpreis enthalten.

Zur Museumsnacht geht es hier entlang: museumsnacht-halle-leipzig.de/

Mehr Informationen zur VR-Reise gibt es hier: archlsa.de/oeffentlichkeitsarb

Unter den ältesten Kunstwerken Sachsen-Anhalts sind die rund 15.000 Jahre alten „Venusfigurinen“ von Nebra, stark stilisierte Statuetten aus der späten Altsteinzeit.

Mehr Informationen zu den Funden gibt es in dieser Folge unserer Filmreihe "Museum exklusiv": youtu.be/c5RN7MoRVo4

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták.

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International bekannt ist das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) als Heimstatt der weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra. Mit einer bis in das 19. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte bergen die Sammlungen des Landesmuseums jedoch noch eine Reihe weiterer hochkarätiger Funde und Fundkomplexe.

Foto © LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Ein Blick hinter die Kulissen: youtu.be/hDQ5F8tEKwo

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