Die Tochter ist erkältet Zuhause, fing an Bilder zu kritzeln und fragte, ob wir sie ins Internet stellen können. Voilà: kritzelkind.de
Sie freut sich sehr, wenn ihr eine Nachricht im Gästebuch schreibt, welche Kritzelei ihr Euch noch von ihr wünscht.

Wieso steht hier jetzt eigentlich auf dem Button nur noch "Publish!" und nicht mehr "Tröt!"? Find ich ein bisschen schade *schnief*

Die flüsternden Eichen (Teil 7 / 7)

Der Wind frischt auf, bläst in die Blätter hinein,
Die Eichen, sie flüstern im trauten Verein.
„Ist frisch heut“, sagt eine zum restlichen Tross,
„War nett euch zu sehen. Ich… muss dann mal los…“

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Die flüsternden Eichen (Teil 6 / 7)

Die anderen grübeln noch, als nebenan
Bei Glockengeläute `ne Frau und ein Mann
Mit Brautkleid und Anzug zur Kirche hingeh‘n
Und kurz zu der Gruppe von Eichen hinseh‘n.

Er: „Hörst du sie flüstern? Sie wünschen uns Glück!“
Sie: „Deutlich. Oh Erwin! Komm, trag mich ein Stück!“
Der Pfarrer steht schon in der Tür und er winkt
Dem Paar mit dem Kreuz, das im Sonnenlicht blinkt.

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Die flüsternden Eichen (Teil 5 / 7)

Wir sind durch Beobachtung, Standort und Zeit
Die größten Experten im Land weit und breit
Für Kirchengeschichte und auch Religion,
Das ist doch ein Thema für viel Diskussion!“

Die anderen schwiegen. Dann eine: „Warum?
Die Sache ist klar: Wer glaubt ist halt dumm.
Die Religion nutzt eine Sehnsucht nach Sinn
Für Machtmaximierung und Geltungsgewinn.“

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Die flüsternden Eichen (Teil 4 / 7)
„Die Kirche!“ rief eine, „direkt nebenan!
Hat viel schon erlebt und wir immer nah dran!
Wir haben gesehen, wie Heiden getauft,
Wie Hexen verbrannt und Vergebung erkauft,

Wir haben die Kreuzzüge loslatschen sehn,
Und später den Luther zum Bischof hingeh‘n,
Wir haben gehört, wie der Pfarrer noch grad
Die Juden beschimpft und dann abgeholt hat.

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Die flüsternden Eichen (Teil 3 / 7)

Drum haben die Bäume (es war Krieg, und sie hatten
Grad kaum mehr zu tun als Nazis beschatten)
Beschlossen, sie bräuchten wohl eine Agenda
Mit Themen. Problem: Es war kein Referent da!

Doch ganz ohne kundige Einstiegsgrundlage
Bleibt so ein Diskurs häufig kurz und auch vage.
Was blieb? Lang verlegenes Scharr‘n mit den Wurzeln
Noch während im Schatten die Nazis umpurzeln.

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Die flüsternden Eichen (Teil 2 / 7)

Denn diese Gewächse, die haben kapiert,
Dass Stehen und Schweigen allein nicht pläsiert.
Genauso war klar, dass nur Smalltalk auf Zeit
Ziemlich nervtötend ist. Kurz: Man wird ihn schnell leid.
Denn Wetter, Befruchtung und Krankheiten sind
Mal irgendwann durch. Und dann steh‘ste im Wind
Und hast nix zu sagen. Ein „Du, ich muss los…“
Ist irgendwie peinlich und, tja, aussichtlos.

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Hi, heute mal ein längeres Mittags-

Die flüsternden Eichen (Teil 1 / 7)

Unweit der Kirche, rechts neben dem Turm,
Da hat eine Gruppe von Eichen dem Sturm
Der Zeit widerstanden. Sie steh’n einfach da
Und flüstern im Wind. (Nur sehr leise, is‘ klar).
Denn wären sie lauter und jemand hört mit,
Gäb‘s großes Hallo. „Krank! Die reden? No shit?!“
Auch abseits vom floral-oralen Skandal
Gäb‘s inhaltlich Provokationspotential:

Moin.

Verunreinigtes Vögel-

Ein Trauerschnäpper flattert träge
In das Herz der Kettensäge
Voller Trauer schnappt Klothilde
Sich Ihr Smartphone, und im Bilde,
Das sie postet, säh, wer wollte,
Und der Frau auf Insta folgte,
Eine rote Spänewolke

Es ist schon schwer genug, gegen durch Krankheit und Medikation bedingte Antriebslosigkeit anzukommen. Es gelingt mir immer schlechter. Scheiße. Und manchmal schaffe ich rein gar nichts. Jetzt habe ich Urlaub und es geht nicht besser.

Ein paar Grad weniger draußen und alles wirft die Holzöfen an....

Draußen zieht es sich schon wieder fast nachtschwarz zu. Jo, das wird Wasser von oben. Können wir brauchen. Noch viel mehr davon.

Hallo liebes Fediverse.
Momentan könnte ich aus der Haut fahren: In der sogenannten freien Welt wird Frauen wieder verstärkt die Luft zum Atmen genommen: Verschärfung von Abtreibungsgesetzen, eine Soldatin wird wg. eines privaten Profiles auf Tinder wg. ihrer dort erwähnten sexuellen Vorlieben verurteilt usw. Dieser Hass auf Frauen und das Bedürfnis, sie zu kontrollieren und kleinzuhalten ist geradezu penetrant.

Aalquälerei

Es lebt im Panamakanaal
In meerestiefer Seelenquaal
Ein depressiver Tiefseeaal
Denn so wie all die andren Aale
Litt der Aal schon viele Maale
An der Dopplung der Vokaale
Die der Gattung eigen sind
Klar, ihr sagt bestimmt: Der spinnt!
Weil ja gar nicht alle Aale
Deutsch und damit ‚Aale‘ sind
Doch bedenkt die Söhne, Töchter
Angelsächsischer Geschlechter
Dort ist ‚Aal‘ zwar nicht geläufig
Wohingegen ‚Eel‘ recht häufig
Für das Tier verwendet wird
Was zu gleichem Eelend führt

Nahmt Trötis!

Eine weitere Nacht mit Röcheln und Husten steht ins Haus. Ob mir wohl diesmal die Hunde der Nachbarn antworten?
Schlaft gut und träumt wild.

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