Follow

Interessant: hatte anscheinend wiederholt Probleme damit, dass Instagram ihre Accounts vorübergehend abschaltete. invidio.us/watch?v=y-3B-24o_jk (letzte Frage, ab 1:32:23). Greta findet das aber nicht weiter bedenklich, weil sich Instagram ja entschuldigt habe.

Da wird deutlich, dass zumindest auf Seiten von Greta keine Sensibilisierung für die Social-Media-Problematik existiert.

Die Bewegung scheint blauäugig, verlässt sich komplett auf Facebook (Instagram/Whatsapp) und Twitter.

Außerdem wird bei diesem Video deutlich, dass die Medien die Bewegung nicht ernst nehmen. Fast alle Fragen drehen sich darum, was Greta fühlt, denkt, erwartet.

Diese Figur eines 16-jährigen Popstars wird ausgeschlachtet, unter maximaler Vermeidung echter Inhalte.

Es ist erstaunlich, dass sie sich nicht darüber beschwert. Da sitzen 6 Leute auf der Bühne, und die Fragen gehen fast alle an Greta - und zwar persönlich.

Diese unsinnige Fragerei wird getoppt von der Journalistin, die genau diese Tendenz bemerkt und deshalb nicht etwa eine relevante und inhaltliche Frage an die anderen 5 auf der Bühne stellt, sondern stattdessen Greta fragt, was sie von dieser Tendenz hält.

Absurder geht's echt nicht mehr. Wofür werden diese Journalist_innen bezahlt??

@attac_hl

vor einigen monaten gab es hier doch schonmal eine diskussion über messenger und dass da jemand dran war. weisst du ob sich da etwas getan hat? mich würde interessieren warum es nicht geklappt hat?
außerdem frage ich mich, WIE wir uns evtl. einbringen können, um das bewusstsein hinsichtlich ökolog. nachhaltigkeit und datenschutz im digitalen innerhalb der bewegung fördern können.

@moagee Da müsstest du mal @clerie fragen, der da offenbar damals Kontakt zu FFF hatte: mastodon.social/web/statuses/1

Die Homepage fridaysforfuture.de listet jedenfalls fast ausschließlich WhatsApp als Kommunikationsmedium der Ortsgruppen - hier und da auch mal Telegram.

@attac_hl
Ich habe meinen WhatsApp Account gelöscht und damit auch meine Arbeit bei FFF niedergelegt. Eigentlich schade, dass das eine davon abhängig ist.
Es gibt die "Struktur AG", die sich um interne Kommunikation kümmert, @frommMoritz und @cosi sind dran da Dinge in Richtung dezentrale Netzwerke zu bewegen, aber es scheint wirkloch nicht leicht zu sein.
@moagee

@clerie @frommMoritz @cosi @moagee Danke für das Update!

Jetzt ist ja neuerdings @hambibleibt auch hier vertreten. Ebenso seit geraumer Zeit @XRBerlin. Das ist ein Zeichen, dass es geht.

@attac_hl
Japp, aber wichtiger ist, dass vor allem die Leute, die die ganze Bewegung aus machen hier herkommen. Die Menschen, die Freitags auf die Straße gehen, die die im Hambi in Baumhäusern schlafen, die die in die Gruben steigen.
@frommMoritz @cosi @moagee @hambibleibt @XRBerlin

@clerie
@frommMoritz @cosi

Wenn ihr da schon dran seid, wie können wir uns die Reaktionen seitens der Bewegung auf eure Vorschläge vorstellen?
Bekommt ihr auch Zuspruch?

@moagee Zu der Frage, wie man sich da einbringt: Eben war der FFF-Kongress. Bei so einer Veranstaltung hätte man das Thema in Form eines Workshops platzieren können. Weiß allerdings nicht, wann sich wieder eine ähnliche Gelegenheit ergibt.

@moagee @frommMoritz Wer soll das schreiben? Nähme man die Betitelung ernst, bräuchte man dafür erstmal kollektive Strukturen und die entsprechende Infrastruktur (bitte nicht bei Facebook oder WhatsApp).

@attac_hl @frommMoritz
Ich meine das ehr so als Einladung ins Fediverse mit gut ausformulierten Gründen ;) könnte sich jeder dran beteiligen z. B. in einem pad.
... naiv, i know ^^

@moagee @attac_hl @frommMoritz Digitalcourage hat ein solches Pad mit zahlreichen Alternativen. Da kann man sicherlich auch mal nach der URL zum Pad fragen.

Ansonsten gibt es ja schon zahlreiche Seiten, die sich um das Aufzeigen von Alternativen redlich bemuehen...

@ij @moagee @frommMoritz Achso ja stimmt, da gäbe es @swisode und @switchingsocial@mastodon.at, außerdem digitalcourage.de/digitale-sel und für alternative Messenger ist mir erst die Tage irgendeine deutschsprachige Webseite hier über den Weg gelaufen, die ich jetzt nicht mehr finde...

@swisode @kuketzblog Nein, das war's nicht, aber das hat natürlich trotzdem in der Liste gefehlt :)

@attac_hl Ich sehe die Problematik mit den Social Media Accounts aehnlich.

Da muss man natuerlich unterscheiden, ob diese Accounts lediglich der Oeffentlichkeitsarbeit dienen oder auch fuer die interne Kommunikation (nach innen hin) gedacht sind. Fuer die Oeffentlichkeitsarbeit ist es ok, aber ich fuerchte, dass die Aktivistinnen fuer die interne Kommunikation untereinander ebenfalls WhatsApp & Co benutzen und keine gesicherten Kommunikationswege.

Greta als Galionsfigur ist zum einen wichtig und zum anderen macht es die Bewegung natuerlich angreifbar. Beim Thema Vorratsdatenspeicherung fehlte uns im AKV diese Galionsfigur und das Thema ist eh sperrig. Aber es ist dann umso wichtiger, eben eine solche Person zu haben, die die Sache prominent und sympathisch, aber dennoch energisch vertritt.

Ich glaube, FFF ist im Moment in etwa in der Position, wie der AKV in seiner Hochzeit war (etwa 2009 herum): FFF hat viel Zulauf, das Thema wird begierig in den Medien aufgegriffen und die Politik hat noch nicht so recht eine Antwort darauf, wie sie damit umgehen soll.

Damals haben sich die Piraten enorm entwickelt und die anderen Parteien zum Handeln gezwungen. Kurze Zeit spaeter hatte sich das Thema Piraten auch durch entsprechende Angriffe der anderen Parteien erledigt (z.B. monothematische Partei). Bei FFF fehlt natuerlich diese Parteivertretung durch eine neue aufstrebende Partei, was ein Vorteil sein kann, weil die anderen Parteien damit keinen klaren Gegner haben.

Trotzdem ist davon auszugehen, dass FFF ebenfalls bereits durch entsprechende Akteure unterwandert wird, d.h. der politische Gegner wird sich in irgendwelche Mailing Listen eintragen, in irgendwelche Facebook-Gruppen eintreten und natuerlich auch bei WA-Gruppen zugegen sein, wenn dort ueber die naechsten Schritte debattiert wird.

Der andere Punkt, der ja auch im Video angesprochen wird, ist die Tatsache, dass es keine Struktur, keine Organisation gibt. Eine Struktur etabliert sich aber gerade. Es gibt einige prominente Vertreter und darum gruppieren sich die anderen. Das ist ein natuerlicher Vorgang, aber das wird auch auf lange Sicht bedeuten, dass sich die lose Struktur in leicht unterschiedliche Richtungen entwickeln wird. Das wird dann der Scheideweg sein, ob die Bewegung langfristig erfolgreich sein oder scheitern wird. Auch das liess sich bei der VDS und dem AKV gut beobachten.
Aehnliches hat ja auch Blockupy - und damit auch Attac - durchgemacht.
Das Problem ist die Verstetigung der Aktion, ohne dabei aufzubrechen.

@ij Naja, es gibt schon einen Unterschied. Was die FFF fordern, ist existenziell für die Streikenden. Und sie fangen durchaus ziemlich spät damit an, das zu monieren. Wenn auf ihre Forderungen nicht bis Ende 2020 Taten folgen, werden einige Kipppunkte nicht mehr zu vermeiden sein.

Ob sie sich selbst bis dahin "verstetigt" haben, ist dann eigentlich nicht mehr wichtig. Entweder sie schaffen bis Ende 2020 eine globale Veränderung des politischen Diskurses, oder es sieht düster aus...

@ij Für den Fall, dass bis Ende 2020 keine Transformation eingeleitet wird, ist es natürlich trotzdem geboten, weiter an dem Thema dran zu bleiben. Es wird dann aber immer weniger zu einer politischen Gestaltung von Zukunft, als einfach nur noch Katastrophenmanagement.

@attac_hl Nunja, auch die Forderungen in Sachen VDS sind existentiell, nur halt anders. Grundrechteschutz ist auch und gerade fuer Aktivisten wichtig, um ihre Arbeit so machen zu koennen, wie es notwendig ist. Es ist eine andere Art von existentiell, aber stimmt schon: es ist nicht so unmittelbar wie das Klima oder andere Dinge. Eine Wertung in Sachen Wichtigkeit will ich da aber nicht vornehmen.

Im Endeffekt faehrt uns die Politik in vielfacher Hinsicht gegen die Wand. Und alles bedingt sich irgendwie: die Kapitalismuskritik von Blockupy schlaegt sich ja auch irgendwie bei FFF nieder.

Es ist einfacher, tote Robbenbabys zu thematisieren, als einen grossen, komplexen Gesamtzusammenhang. Spaetestens seit "Limit of Growth" vom Club of Rome 1972 war es eigentlich der Politik bekannt, dass sich was aendern muss:

„Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“



Im Grunde ist genau das eingetreten.

Greta hat ja Recht, wenn sie sagt, dass das Haus brennt und wir in Panik geraten sollten. Aber der Umfang der notwendigen Aenderungen ist wohl den wenigsten klar. Statt Panik koennte man auch sagen, dass wir uns eigentlich im Kriegszustand befinden muessten, bei dem alles Handeln des Staates und der Wirtschaft auf das eine Ziel rigoros von heute auf morgen ausgerichtet werden muesste: dem Kampf gegen die Klimaveraenderung.

Stattdessen verlieren wir uns in Kleinigkeiten und nationalen Animositaeten.
Sign in to participate in the conversation
Mastodon

Server run by the main developers of the project 🐘 It is not focused on any particular niche interest - everyone is welcome as long as you follow our code of conduct!