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"Es wird Zeit, dass wir begreifen, was wir an Linux haben. Die Stunde des Linux-Desktops mag nie schlagen, es wird Windows niemals überflüssig machen und es wird niemals die Welt retten, aber es macht sie zu einem besseren Ort. Es wird Zeit, die Politik daran zu erinnern: Jede Steuermillion, die für eigene Fachkräfte aufgewendet wird, ist gut investiert. Wer Steuergelder stattdessen für proprietäre Software und Mietlizenzen ins Ausland überweist, verschwendet sie." heise.de/ct/ausgabe/2018-17-Ed

... Ist das nicht ein schönes Vorwort aus der aktuellen c't?

Bis auf den letzten Satz mit den Steuermillionen kann ich mich dem anschliessen. Ich denke man sollte die Assoziation von Linux=günstiger und insgesamt den gesamten finanziellen Aspekt bei einer "pro Freie Software Argumentation" weglassen.

@marcus Ich lese den Satz nicht als "Linux=günstiger" sonder interpretiere ihn so, dass man den gleichen Betrag investiert nur eben nicht in Nutzungsrechten an proprietärer Software sonder in die lokale Wirtschaft die Freie Software und Dienstleistung drumherum anbietet.

Verstehe ich schon auch so, allerdings habe ich auch geschrieben das ich die gesamte Argumentation aus finanzieller Sicht nicht unterstütze. Wenn jemand den Free as in Freedom Satz heute noch mit Free as in Beer verwechselt, bringt es für die Freie Software Community nichts. Interessanterweise sind es auch genau die Projekte die Linux gewählt haben weil es "gratis" ist, die nun scheitern.

Man kann ja durchaus argumentieren das Freie Software Dienstleistungen fördert, diese können aus meiner Sicht aber auch gut international bezogen werden (und werden es auch, weil ja günstiger). Du siehst die Falle?

@bjoern Die Idee Teile der öffentlichen Verwaltung auf Linux umzustellen war ja schon einmal sehr konkret: de.wikipedia.org/wiki/LiMux

Leider ein gescheitertes Experiment.

@neugierdsnase Weder war es ein Experiment noch ist es gescheitert. LiMux war aus vielen Perspektiven ein großer Erfolg. Letztlich wurde es aus politischen Gründen rückgängig gemacht.

@bjoern hört sich nach semantischer Haarspalterei an, aber okay...

@neugierdsnase das was @bjoern schreibt ist genau das was auch in der Doku "Das Microsoft Dilemma" ganz klar aufgezeigt wurde. Rein politische Entscheidung gegen LiMux... 😥
publiccode.eu/de/

@dionys_rbe
@neugierdsnase und ich meine hier "politische Entscheidung" gar nicht negativ. Es ist die Aufgabe von Politikern politische Entscheidungen zu treffen. Das ist aber wichtig zu verstehen. Microsoft wurde damals nicht von Freier Software abgelöst weil MS Office nicht funktioniert hätte oder technisch schlechte Software gewesen wäre. Genauso wenig wird jetzt aber LiMux ausgemustert weil LiMux technisch schlecht ist oder nicht funktioniert hat.

@bjoern Es scheitert meist nicht am politischen Willen, sondern an den Anwendern in der Verwaltung. Die kennen die Macken von Windows und denken, die seien Teil dessen, wie ein Computer nun mal ist. Wenn man ihnen Linux gibt ist an allem was anders ist Linux Schuld.
Trotzdem hat Schleswig-Holstein sich endlich auf den Weg gemacht und mit seinem CIO jemanden, der für Linux brennt.
Geht in die Verwaltung, fordert Linux, wenn ihr Linux in der Verwaltung wollt.

@Heha @bjoern Ich würde nicht davon ausgehen, dass es ohne Sinn und Verstand ist. Die Gründe würden mich schon interessieren.

@kaffeeringe @bjoern Es ist so explizit im Koalitionsvertrag formuliert. Keine Validierung vorgesehen. Sinn und Verstand - ich meine das ist schlicht Korruption.

@Heha @bjoern Die werden ja Gründe haben. Im Koalitionsvertrag stehen keine Sachen, die sich irgendjemand mal irgendwie zufällig überlegt hat.

Ich bin ja auch der Meinung, dass das falsch ist. Aber es gibt nun einmal auch Gründe, die für Windows sprechen. Sonst macht man sich das zu leicht bei der Argumentation.

@kaffeeringe
Da wird es spaeter Beratervertraege fuer die Entscheider geben, vermute ich. Es ist Schroederland.
@Heha @bjoern

@gnarf @Heha @bjoern Unsinn. An einem Koalitionsvertrag arbeiten viel zu viele Leute mit und am Ende müssen die Parteitage noch zustimmen. Das ist zwar ein hübsche simple Erklärung, aber mal ehrlich: Für Linux braucht man keine Beratung?

@kaffeeringe
Bislang konnte mw kein technischer Grund genannt werden fuer die Wiedereinfuehrung von Win. Ein funktionierendes System existiert. Und ein solcher existiert schlicht nicht. Also was soll denn sonst der Grund sein?
@Heha @bjoern

@kaffeeringe
Es existieren hinreichend viele Firmen, die kompetent Linuxsupport anbieten
@Heha @bjoern

@gnarf @Heha @bjoern Das Grundlegende Problem ist, dass Microsoft Geld hat, um sich Leute zu leisten, die Werbung machen. Und wir Linux-Freunde betreiben das als Hobby und wir hoffen, dass sich Linux alleine deswegen durchsetzt, weil es die bessere Wahl ist. Das wird so nicht passieren. Sascha Lobo hat mal aufgedröhselt, dass unsere Eltern mehr Geld für die Rettung der Bekassine spenden als wir für die Rettung des freien Internets.

Politik ist Organisation!

youtube.com/watch?v=bkvhUDAQQ3

@kaffeeringe
Ja schon. Nur wozu wähle ich jemanden den ich dann noch einmal betüddeln soll damit er im Interesse seiner Wähler sein Job macht? Da ist #Politikverdrossenheit und #Extremismus vorprogrammiert.

@gnarf @bjoern

@Heha @gnarf @bjoern Du wirst keine zwei Wähler finden, die in allen Sachen das Gleiche wollen. Schon innerhalb der Parteien wollen ja alle etwas Unterschiedliches. Das unter einen Hut zu bringen, nennt sich Willensbildung - und da sind in der Demokratie alle Bürger.innen gefragt, sich einzubringen... kaffeeringe.de/2993/die-partei

@Heha @gnarf @bjoern Und warum man Nazis werden muss, weil die Politik nicht alles erfüllen kann, was ich mir wünsche, verstehe ich nicht. Als würden Nazis irgendwas besser machen.

@kaffeeringe
Es geht doch nicht ernsthaft darum es allen Recht zu machen. Es geht um eine #korrumpierte#Elite“ (nein nicht alle...) die das #Vertrauen der Menschen verloren hat, nun nach „Alternativen“ sucht. Da zieht das Modell von Voß nur bedingt.
lobbycontrol.de/
@gnarf @bjoern

@Heha @gnarf @bjoern Wenn ich mir zum Beispiel die Argumentation Pro-Uploadfilter der Grünen-MdEP Helga Trüpel anschaue, dass ist das weder dumm noch korrupt. Die will im Prinzip das Gleiche wie Du und ich - nur ihr Weg ist ein anderer. Und es hat offenbar keiner geschafft sie davon zu überzeugen, dass es einen besseren Weg gibt. Und das wiederum liegt auch daran, dass zu wenige dafür spenden, dass das freie Internet eine Lobby hat. butenunbinnen.de/nachrichten/w

@Heha @gnarf @bjoern Ich selbst bin Mitglied bei der Digitalen Gesellschaft und kann das nur emfehlen. Das sind die einzigen aus Deutschland mit Experten in Brüssel: digitalegesellschaft.de/

@kaffeeringe
Bin dabei, aber ein kleiner Blick in die Wahltrends sollte uns wieder auf den Boden holen.

@gnarf @bjoern

@Heha @gnarf @bjoern Dann müssen wir uns nicht auch noch in diesem Framing darüber unterhalten. Nazi zu werden, ist nicht zu rechtfertigen. Wenn Sachen anders laufen sollen, ist es die Aufgabe von mündigen Bürgern sich dafür einzusetzen und nicht das System abzuschaffen, dass ihnen das ermöglicht.

@kaffeeringe
Der Extremismus ist meiner Ansicht nach das Ergebnis der vergangenen und aktuellen Politik (z.B. Linux, #NoPolG, ...) und die Menschen nicht per se Nazis.
mündige Bürger - ja, aber als Einzelkämpfer eine Illusion. Wir brauchen so was wie #Momentum möglicher Weise #aufstehen mal sehen ob wie die Kurve kriegen.

@gnarf @bjoern

@kaffeeringe Wusste gar nicht das die DigiGes auch jemand direkt in Brüssel hat. Bin übrigens gerade ziemlich erschrocken als ich die Team Seite gesehen habe bis ich festgestellt habe dass das nur die Angestellten sind. digitalegesellschaft.de/uber-u Ansonsten gebe ich dir recht, bin auch Fördermitglied bei DigiGes und Edri (da mir der europäische Arm wichtig ist). Schade das keiner von beiden hier auf Mastodon ist...

Cc @Heha @gnarf

@kaffeeringe
Ich zitierte aus dem Bericht über Frau Trümpel mal: Die Einwände der zahlreichen Kritiker hält sie für eine "hysterische Kampagne"

Die Dame hat die Problematik von automatisierter Inhaltsanalyse nicht verstanden. Und hier in Deutschland haben wir schon ein vergleichbares Gesetz, welches auch nicht funktioniert.

@Heha @bjoern

@kaffeeringe Was den politischen Willen angeht bin ich da leider nicht so optimistisch wie du. In München gab es viele Umfragen die gezeigt haben das die Angestellten mit dem LiMux Client zufrieden sind. Mit allen Informationen die mir vorliegen würde ich sagen, dass das ganz klar eine politische Entscheidung war. Das meine ich auch gar nicht negativ, Politiker sind dazu da politische Entscheidungen zu treffen. Die pro-LiMux Entscheidung war damals auch politisch motiviert.

@bjoern Ich bin gespannt, was die Initiative in Schleswig-Holstein bringt. Wir sind inzwischen auch einfach 20 Jahre weiter als bei Limux. Wir nutzen ganz andere Dienste. Damals hat man Fachanwendungen programmiert, die auf Linux liefen - das wird heute sicher oft auch per Browser gehen.

@bjoern @kaffeeringe Es ist wie immer komplexer. Grundproblematik ist aber eine Mischung aus (mittlerweile) fehlender Fachkompetenz auf Entscheiderebene und technischer Hilflosigkeit.

Die politischen Ziele der Umstellung von 2003 sind seltsamerweise heute nicht mehr vermittelbar, bzw. nachrangig in den Prioritäten. Wenn man sich dann nicht zu helfen weiss, wirft man dann Geld auf Berater, die dann die Verantwortung übernehmen. Ist leider ein üblicher Fehlschluss.

@marcel @bjoern Es ist denkfaul, Leuten einfach nur inkompetenz zu unterstellen, wenn sie anderer Meinung sind.

Die Umstellung von zehntausenden Arbeitsplätzen auf Linux ist kein triviales Problem. Die Leute, die das machen, sind nicht dumm. Auch Leute, die daran scheitern sind nicht dumm.

Du machst es Dir zu einfach.

@kaffeeringe @bjoern Ich habe auch nicht die Leute gemeint die das machen, oder die daran scheitern. Und nein, ich mache es mir nicht zu einfach, ich kenne die Thematik sehr genau.

Es ist übrigens auch unhöflich anderen Denkfaulheit zu unterstellen, wenn sie eine andere Meinung haben ;)

@kaffeeringe @bjoern ernsthaft: für den Rant wo hier die Gründe liegen ist nichtmal auf Mastodon Platz. Gerne beim Bier. Stattdesse habe ich hier Symbolbild_Muenchner_Stadtverwaltung.jpg für euch 😎

@bjoern Heise und die "ins Ausland"-Rhetorik. Widerlich.

@bjoern Ich dachte damals ('90er), als ich das erste mal Linux in der Hand hatte:
* orr.. raff ich nicht
* ist mir zuviel, was ich wissen muss
* anstrengend

Heute stelle ich fest, dass ich Linux seit über 20 Jahren als festen Bestandteil meiner IT-Infrastruktur eingebaut habe und Wintendo/Spydows nur einsetze, wenn ich keine komfortablen Adäquate finde.

* #CentOS/#Debian als Serversysteme
* #Fedora als Desktop

Bin mehr als nur zufrieden! ;)

@bjoern Linux auf Servern und Desktops bei mir seit +10 Jahren beruflich 🐧
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