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Würden wir in Europa nur wenige Jahre das Geld das momentan in Lizenzen von MS & Co. gesteckt wird in lokale Firmen mit Freie Software Lösungen investieren wären wir im Handumdrehen unabhängig und langfristig deutlich erfolgreicher.

Das einzige was wir dafür brauchen ist der nötige politische Wille unabhängig zu werden und die lokale Wirtschaft zu stärken, anstatt Milliarden jedes Jahr aus dem Fenster zu werfen!

heise.de/news/Datenschutzbeauf

@bjoern Ich stimme dir sehr zu, dass es sich lohnt, da strategisch zu denken und zu investieren. Aber ich glaube auch, dass wir das Problem mit Geld nicht einfach lösen werden: Wir haben gar nicht genug kompetente Entwickler:innen, die wir von dem (dann vorhandenen) Geld bezahlen könnten. D.h. wir müssen das Geld erst 10 Jahre in Bildung stecken, damit wir die dann haben. Und das wäre dann schon sehr langfristig und nachhaltig gedacht… 😉

@letterus @bjoern Ich frage mich dann immer: Ist man dann nicht bloß abhängig vom jemand anderem? Klar, man spart Lizenzkosten ohne Ende. Aber wirklich unabhängig ist doch jemand mit einem OpenSUSE Desktop statt Windows doch auch nicht oder? Könnt ihr mich erleuchten?

@marco @bjoern Ich versuchs mal: Wenn SuSE irgendwann sagt: "Oh, die Lizenz kostet jetzt das dreifache", dann kann man den Source Code nehmen und jemand anders den Support dafür machen lassen. Wenn jemand anders das kann. Das geht nur mit Freier Software - oder mit teuren Lizenzen.

@marco @bjoern Kosten spart man vermutlich eher wenig. Denn das, was man an Lizenzkosten spart, muss man ja irgendwo in die Entwicklung investieren. Aber das Ergebnis ist dann eben mehr oder weniger Allgemeingut und daher ist das Geld nachhaltiger investiert.

@letterus @marco Zumindest kurzfristig spart man kein Geld, da kann es sogar teurer werden aber eben nachhaltig, wie du vollkommen richtig sagst. Langfristig sind aber durchaus auch Ersparnisse drin. Mit der Zeit brauchst du in der Regel immer weniger spezielle Anpassungen und kannst einfach mit der normalen Innovation/Weiterentwicklung mit schwimmen.

@bjoern @letterus @marco

Die Frage der wechselnden Abhängigkeit hat sich über die zurückliegenden Jahrzehnte bereits beantwortet, die großen Projekte laufen ja bereits stabil.

Der wesentliche Unterschied, von Microsoft-Präsentkörben, welche die Freundschaft erhalten, mal abgesehen, ist die Angst vor der gefühlten, politischen Schwerelosigkeit keinen Vertrag geschlossen zu haben, auf den man pochen kann.

Keiner will am Ende der Entscheidungskette verantwortlich sein.

@bjoern @letterus @marco

Ein noch nicht gewürdigter Nebeneffekt wäre es übrigens auch dass meine 11 Jahre alte Nicht nicht die Hausaufgabe bekommen würde eine Powerpointpräsentation aus Hausaufgabe zu machen, und Tränchen bekommt wenn sie hört das man das kaufen muss.

@eris2cats @bjoern @marco Naja, ohne Verträge gehts nicht. Aber SuSE hat bestimmt nix gegen millionenschwere, belastbare Verträge. Ich glaube das Problem ist eher, dass wir zu wenig von dem größeren Mittelstand haben, der so etwas zuverlässig liefern kann.

@letterus @bjoern @marco

"Ohne Verträge gehts nicht" vs "Wir haben nicht genug Vertragspartner" ist genau diese Darstellung, die auch in 5 und in 10 Jahren dazu führt das es immer noch nicht geht ;-)

Es geht ohne Verträge, es geht nicht ohne IT-Abteilung.

Die Bereiche identifizieren, in denen man ohne Sonderwünsch klarkommt, diese präferenzieren und - wichtig - diese Entscheidung dann aus der Hand von Einzelpersonen nehmen.

@eris2cats @bjoern @marco Naja, ich bin ja in einer Organisation mitverantwortlich für solche Entscheidungen. Meine Perspektive ist da etwas anders. Der Staat trägt das Risiko für Bildung. Aber das Risiko für unternehmerische Tätigkeit - da müssen sich schon Unternehmen trauen.

@letterus @bjoern @marco

Dann würde ich zwei Schwerter vorschlagen. Das kleinere wäre "Wann immer eine Unternehmerische Entscheidung beim Gegenüber die Nutzung kostenpflichtiger Software voraussetzt, wird eine Pauschale an das Gegenüber fällig, diese Zeichnet der Verantwortliche vorab frei" (Geld)

Das schärfere Schwert wäre eine detaillierte Dokumentation dieser Fälle, Berichtspflicht nach oben und regelmäßige Benchmarkings (Lebenszeit)

@eris2cats @bjoern @marco Sorry, ich glaube ich verstehe dich nicht. Ich möchte einfach funktionierende Software mit Support kaufen, die FLOSS sein soll. Ich brauche Firmen, die mir die anbieten. Ich will überhaupt nichts kostenlos nutzen, schließlich soll irgendwer auch seinen Lebensunterhalt davon bestreiten können.

@letterus Gut möglich dass ich da Details im Galopp überspringe, die ich als trivial und/oder allgemein bekannt voraussetze.

Aber wenn du magst können wir uns diesen ganzen Rattenschwanz an Gründen der für und wider vorher nochmal vornehmen.

Sollte am Ende rauskommen "Okay, aber wie gehen wir es denn strategisch geschickt an?" wird es dann interessanter

@letterus

Okay, ich merke selbst dass das arrogant klang, das war nicht meine Absicht. Das Thema ist halt nur für mich weitgehen durchexerziert, und mitunter schätze ich er falsch ein wo sich jemand im inhaltlichen Ablauf des Themas verortet

@eris2cats Schön für dich. Wenn du jemanden kennst, der mir Level1-Support für Netzwerktechnik, Linux, Thunderbird, LibreOffice im Bereich Niederrhein, westliches Ruhrgebiet anbieten kann - immer gerne.

@sphinxc0re, kennst du vielleicht wen in deinem Umfeld, der so etwas anbietet? (@letterus)

@patrick @letterus Uff... gute Frage. So aus dem Stehgreif leider nicht. Ist eigentlich echt traurig. Ich bin immer ein grosser Befuerworter solcher Buisnesses. Man kann ja mal die Ruhr.Socal crowd fragen 😅

@letterus @marco

Genau, oder du wechselst zu einem anderen Anbieter eines ähnlichen Produkts ohne großen Migrationskosten da Freie Software auch den netten Nebeneffekt hat das es Monopole verhindert und einen freien Markt ermöglicht. Gefällt mir SUSE nicht mehr nehme ich RedHat, Ubuntu,... anderer Name aber genau die gleiche Software (bis auf ein paar Tools drum herum)

@letterus @bjoern Selbst wenn dem so wäre, was hindert dich daran, es wie das Silicon Valley zu machen und durch attraktive Löhne Leute aus aller Welt zu rekrutieren? Wo gut bezahlte und attraktive Jobs, dort auch Angestellte. Deutschland ist Auto- und nicht IT-Land, da ziehen schon die ein oder anderen weg, die lieber Spitzen-IT-Projekte machen wollen.

@dukethereal @bjoern Joah, ok. Die Gesamtmenge bleibt aber begrenzt. Je größer die Nachfrage, umso höher der Preis. Also keine gesellschaftlich nachhaltige Lösung. Außerdem wollen wir ja eine gesellschaftliche Digitalisierung. Die erreicht man nicht durch den Import von fitten Indern. 😉

@bjoern mit einer guten Digitalisierungsstrategie lassen sich datenschutz und die Förderung lokaler IT-Wirtschaft wunderbar kombinieren.

@bjoern Leider wird das Thema der digitalen Souveränität in der Politik eher gemieden. Ich glaube das liegt daran, dass die Politiker sich mit der Technologie nicht auskennen. Open-source und self-hosted sind da Fremdwörter.

@bjoern
für Berlin gibt es seit 2020 die Förderrichtlinie Digitalisierung, die meiner Meinung nach zu 90% Consultinggedöns fördert. Schaut dennoch mal rein.

Link zum PDF. ibb-business-team.de/fileadmin

@bjoern Gut erkannt. Es liegt nicht am Geld und es liegt nicht am Knowhow, dass #OpenSource keine Chance bekommt. Einerseits fehlt es am politischen Willen, anderseits sind die Beharrungskräfte in der Verwaltung zu groß.

#OpenSource hat auch keine Lobby, im Gegensatz zu Microsoft und Adobe. Die jahrelange Dominanz von Windows und Co. hat Spuren hinterlassen.

Als #Linux (er) sehe ich's locker. Für uns macht sich keiner die Mühe, raffinierte Schadsoftware zu schreiben. Zu geringe Zielgruppe.

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