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In Sachen DSGVO-Datenauskunft und möglicher weiterer Optionen war das bisher tatsächlich das Best Practice: Apple.

Letzte Woche kamen die Daten. Sah sehr vollständig aus.
War aber gar nichts komisches dabei und vor allem: es waren für >10 Jahre mit der Apple ID nur 16 MB an Daten.

Ich mein, dass meine iCloud-Kontakte bei Apple liegen, war ja anzunehmen, dass die dabei sind. Das die wissen, was ich bei denen gekauft habe (Online und offline), auch.

Apple Music Daten, okay klar.
Und so anderer Kleinkram. Aber echt wenig spooky Metadaten. Fast gar keine Locations etc.

Insgesamt muss ich Apple (zumindest von den Daten, die ich kenne) tatsächlich einen zumindest nachvollziehbaren Umgang mit meinen Daten attestieren. Ohne viel Metadaten, die sonstig verwendet werden könnten.

Also. Ein Versuch, etwas ausführlicher zu beschreiben, was Apple wohl so Daten über mich speichert.
Die Selbstauskunft über die Webseite hat nach so etwa 10 Tagen ein Archiv mit 92 Dokumenten und insgesamt etwa 90 MB ergeben.

Die Daten sind allesamt sehr saubere CSV-Dateien wenige JSON-Dateien und ein PDF.

Daten, mit denen sich bestimmt schöne Visualisierungen bauen lassen könnten.

Es gibt in meinem Fall 11 Hauptkategorien, wie in dem Screenshot bebildert:

Nicht verfügbar waren temporär meine Apple Care-Daten. Ich werde das irgendwann noch mal anfragen und bei Bedarf ergänzen.

Fangen wir mal mit den Account-Daten an: Apple-ID-Account- und Geräteinformationen. Enthält Infos zu dem Account, den Geräten, und dem Sign-On.

In den Daten der Kategorie "Account-Daten" ist nicht ungewöhnliches. Seriennummern von Apple Geräten, die mir gehören, meine grundsätzliche Accountdaten, Adresse, Versandadresse, dass ich mit Kreditkarte zahle. Nichts dabei, was irgendwie komisch erscheint.

Spannend vielleicht: es gibt eine Single Sign On Info. Darin stehen IPs drin. Aber nur die letzte IP, von der der Sign On erfolgte. IP komplett, ja. Aber keine IP-Geschichte.

Kommen wir zu Apple Pay.

In den Account-Daten hinterlegt sind eigentlich nur die Karten, mit denen Apple Pay möglich ist. Aus den Daten lässt sich nur maximal die Kreditkartennummer und die Bank lesen. Mehr wird auch gar nicht gespeichert.

Nächste Kategorie: Apple Online und Retail Stores:

Etwas verschachtelt, im Prinzip aber nur Versandadresse, was ich bei Apple gekauft habe und evtl. mal Garantiefälle.

Darin zu finden sind auch kaum besondere Daten. Steht halt drin, dass ich irgendwann mal zu Preis X Gerät Y gekauft habe und an Z geliefert bekommen habe.
Das einzige PDF in dem Datenwust ist eine Garantiebeschreibung.

Kategorie Game Center:
Nur eine JSON-Data. Falls ein Spiel aus dem App Store Achievements und Leaderboards nutzt, stehen die da drin, mit Timestamp.
Das vielleicht fraglichste wäre noch, dass da zumindest drin steht, wann ich Spiel X zuletzt gespielt habe.

Da ich über Game Center keine Freunde habe (das klingt jetzt so traurig), stehen bei mir keine drin. Würden hier aber drinstehen, eventuell noch mal neu anfragen, um rauszufinden, wie genau 🤔

Nächste Kategorie: iCloud.
Unterteilt in meine Lesezeichen, die Kalender, Kontakte und Notizen.

Die Bookmarks sind tatsächlich nur ein NETSCAPE-Bookmark-file-1 (ja, das ganze alte Format für Bookmarks). Drin stehen halt URLs und Titel. Keine Timestamps, keine Zugriffszahlen, etc.

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@bkastl Also aus Security-/Privacysicht war Apple schon immer das kleinere Übel. Bisher konnte ich mir auch noch halbwegs einreden, dass ich auf einem Andriod so was wie freedom light (TM) hatte. Mit Googels gebaren im letzen Jahr, schwindet diese Hoffnung leider 😐

@bkastl Schon einmal besser als Twitter. Dort wird die komplette IP-Historie der letzten Monate abgespeichert, warum auch immer. Habe ich mir gerade heute angeschaut.

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