Es gab mal eine Zeit, als ich mir dachte "wenn ich jetzt den ganzen Cookie-Kram zum Bestandteil eines Art Kaufvertrags mache, dann…"

Heute auf Spiegel online folgende Erklärung zu Spiegel Pur: 🙃

Dennoch ein durchaus gelungener Ansatz.

Mal eine Datenschutzhinweis-Seite, bei der ich etwas Hingabe zu der Thematik sehe:
spiegel.de/datenschutz-spiegel

(was vor kommerziellen Background mit 3rd Party Abhängigkeiten heute leider eine Abwägung zwischen Not und Elend ist manchmal)

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Für die Wissenschaft:
Ist Spiegel Pur auch wirklich pur?

Zumindest ist Spiegel nach Pur Abo echt werbefrei – Audioeinspieler in Podcasts mal ausgenommen.

Das macht sich auch deutlich in der Dateimenge bemerkbar:
80 vs 290 Requests
3 vs 16 MB

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Allerdings passiert da doch einiges an Datenvorhaltung von Spiegel selbst.

Ob ich das alles so möchte, naja. Tracking lässt sich damit auch viel betreiben.

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Es gibt noch ein paar eher unkritische Settings im Local Storage - sowas wie Video-Playheads und unspezifische CMS-Settings

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Sowie flüchtige Informationen im Session Storage

(inklusive dem infamen Key für "Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite")

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Das Abo an sich ist schnell und schmerzlos abzuschließen und zu kündigen.

Das ist schon mal gut.

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Fazit zu :
Geht in die richtige Richtung.
Datensparsamer geht es bestimmt auch, aber für ein Portal dieser Größe ein richtiger Schritt.

Ein wenig Finetuning ist bestimmt aber noch nötig:
Nicht auf der Startseite zu weit scrollen, sonst kommt wieder Soundcloud. 🤨

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@bkastl @pascoda auch wenn das jetzt technisch sauber gemacht ist, bleibt bei mir ein mulmiges Gefühl. Ist das ein Präzedenzfall dafür, dass Datenschutz künftig eine Frage des Geldbeutels ist? Das Recht auf den Schutz der eigenen Daten sollte ein Grundrecht sein.

@meet_judith @pascoda
Das Recht an den eigenen Daten ist ein Grundrecht, klar.

Die Kosten ergeben sich ja nicht aus den Daten für den Datenschutz, sondern dass es bislang kein sinniges Geschäftsmodell zur Finanzierung von Journalismus außerhalb datenschutzinsensitiver Werbung zu geben scheint.

@meet_judith @pascoda
Ich begrüße zumindest, dass Spiegel online hier als großes Portal zumindest etwas anderes versucht.
Viel davon ist auch momentan Trial and Error.

@bkastl @meet_judith @pascoda Mein Wunschtraum ist ja das mobil angepasste PDF. Das wird mir so lange auf meine E-Mail-Adresse zugeschickt, wie ich denen vorab Geld zukommen lasse (so wie bei Posteo auch mit der Option Bargeld einzusenden). Falls das Guthaben mal abläuft krieg ich ne Warnung. Sonst nur das PDF. Prepaid-Zeitung. Ohne Tracking ohne Nerv, ohne Play-Store-Shice.

@reticuleena @meet_judith @pascoda ich wäre ja mit einem Fulltext RSS feed von allen Anbietern zufrieden. Dafür würde ich echt viel Geld zahlen.

@bkastl @reticuleena @meet_judith @pascoda Ich auch. Aber das lässt sich halt nicht gut auf die beschränken, die gezahlt haben. Das sehe ich ein. Aber dennoch müsste es genau in diese Richtung gehen.
Zeitung lesen, ohne dabei überwacht zu werden. Das kann doch nicht so schwer sein!

@reticuleena Bei Golem hat das funktioniert. Schlussendlich habe ich es mangels Lesen wieder eingestellt aber technisch geht das schon. Jeder zahlende Kunde kriegt dann einen eigenen RSS Feed, sozusagen.
@bkastl @meet_judith @pascoda

@kensanata @reticuleena @bkastl @meet_judith @pascoda Ist das dann auch anonym lesbar? Ohne dass zurück gemeldet wird, was ich gelesen habe und was nicht?

@reticuleena Naja, der Feed selber ist natürlich nicht anonym. Also kommt es darauf an, womit du darauf zugreifst: wenn es die App auf deinem Handy ist, dann weiß der Verleger, mit welcher IP du wann die Zeitungsartikel runtergeladen hast, aber nicht welche dieser Artikel du liest, wann du sie liest, usw.
@bkastl @meet_judith @pascoda

@reticuleena Jetzt wo ich noch etwas darüber nachdenke, kommt es wohl auch darauf an, wie deine App mit Bildern umgeht. Alles sofort runterladen und ins Cache? Braucht mehr Daten aber der Verleger weiss nicht mehr. Wenn die App nur Bilder runterlädt wenn du sie liest, wird wieder was verraten. Was mich mehr interessiert: wäre ich vor all dem Tracking hier geschützt? golem.de/sonstiges/Datenschutz Keine Ahnung.
@bkastl @meet_judith @pascoda

@kensanata @reticuleena Man bekommt bei Golem Pur gleich zwei RSS-Feeds - der erste nur mit Text, der zweite zudem mit Bildern und Videos, die laut Golem Website erst bei der Anzeige nachgeladen werden. Damit liesse sich ein Tracking erzeugen, welchen Artikel man auch öffnet. Ich weiss nicht, ob Golem das tut. Die Feeds haben einen individuellen Token, der meinem Account zugeordnet ist und man kann nur per Lastschrift oder Kreditkarte bezahlen. Also nicht anonym. @bkastl @meet_judith @pascoda

@reticuleena Das ist bei der Taz genau so, oder war es zumindest vor ein paar Jahren.

@tofuwabohu @reticuleena Die #taz im Digitalabo macht das ja so. Außerdem gibt es da genau die gewünschte Möglichkeit, sich die Zeitung jeweils per Mail zuschicken zu lassen. Als PDF oder wahlweise auch mobi oder epub glaub ich. Die App von denen gibt's inzwischen auch im #fdroid. Klar, Zugangsdaten musst du da natürlich eingeben, ganz anonym ist es also nicht (weiß gar nicht ob man bei der #taz anonym zahlen kann).

@noar @tofuwabohu Oh. Muss och noch mal nachfragen. Das letzte Mal ist schon länger her. Da ging das noch nicht.

@reticuleena @noar Hab nochmal nachgeguckt, hatte mein Abo um 2014 rum. Erinnere mich deshalb so genau daran weil deswegen mal mein Emailstorage voll war.

@tofuwabohu @reticuleena
Die App der taz ist Opensource, es gibt sie über F-Droid. Ich hoffe, dass da keine Google-Firebase Bibliotheken enthalten sind.
Ja so ist es: "Für diese F-Droid-kompatible Variante der App wurden u.a. Google-Push-Benachrichtigungen und automatische Bugreports entfernt."

@bkastl Spiegel Pur als Angebot für diejenigen die Spiegel Online bisher kostenlos lesen finde ich gut. Dreist finde ich dagegen, dass sie auch diejenigen nochmal zur Kasse bitten wollen die schon ein Abo haben. Wenn ich ein Spiegel Abo habe erwarte ich, dass ich der Kunde bin und nicht das Produkt.

CC @meet_judith @pascoda

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