„Und wenn wir dann das nächste Mal kein Haar mehr finden, hören wir auf” - „Das ist das Schönste, was sie je gesagt haben“

Meine Epilateurin und ich. Eine Hassliebe. 😘

Meine Epilateurin hat mir heute erklärt, dass wir bald keine kleineren Sonden mehr haben. Haare müsse sie auch schon schief ansehen, um welche zu finden.
Das heißt im Falle Nadelepilation quasi: Das Ende ist nah.

OH: »Jetzt wären mir am Ende fast die Haare ausgegangen«

Fast so, als ob dieses «Nadelepilation» was bewirken würde. Nach 2,5 Jahren.

Meine normale Gesichtsfarbe: sehr hell 👱🏻‍♀️

Meine Gesichtsfarbe direkt nach ner Nadelepilation: sehr rot🥵

Nackt vorm Spiegel stehen und sich denken: «Das war es alles wert» 😊

Aber dann bloß nicht anfangen, die Jahre und Mühen zu zählen.

Gleich wieder Nadelepilation. *slowclap*
Eigentlich ist mein Projekt «Bartentfernung» wie ein typisches deutsches Bauprojekt:
* 56% über Ursprungsbudget bisher
* 0,5 bis 1 Jahr hinter ursprünglichem Zeitplan
* findet sich immer was Unvorgesehenes

MDK und Krankenkasse haben davor immer mehr Zeit in einem rechtlich zumindest lückenhaft geregeltem Genehmigungsverfahren gebraucht. Gerne auch mal 3 bis 5 Monate. Immer in dem Rahmen, wie das gesetzlich halt gerade so ging.

Die bisherige Range an Wartezeiten in Kliniken nach dem ganzen Krankenkassen-Trarara liegt dabei bei mir bei so «Wann können sie denn?» (waren dann 2 Monate) und «naja, können sie in 2 Wochen?»

Es ist übrigens faszinierend, wie ich mit OP-Terminen immer glücklicherweise an Krankenhäuser gelange, die zeitlich immer das wettmachen, was MDK und Krankenkasse zeitlich immer verpennen.

«Viele anagene Haare» sprach mein Quälgeist heute
und ich wusste, dass der Schmerz zumindest nachhaltig erfolgreich sein wird.

Poesie zur Nadelepilation

Erstaunlich: inzwischen habe ich die Kommunikation mit meiner Krankenkasse komplett digitalisiert. Sogar Anträge laufen papierlos. 😌
Aber gut, ich hab auch etwas mehr Kommunikation als die durchschnittliche Klientel.

Es ist schon innerhalb des üblichen medizinischen Trotts wohl nicht normal, wenn sich selbst meine meist etwas zurückhaltende Endokrinologin ein "endlich hat sie die Kostenfreigabe zu X erhalten" in ihrem Befund verkneifen kann. 🤔

Meine inzwischen stark dezimierte Gesichtsbehaarung fährt jetzt die ultimative Schlechte-Verlierer-Taktik für Haare: nach innen wachsen. Gibt wenigstens noch ein paar hässliche Pickel. 🙄

Die besten Telefonate sind immer die mit meiner Krankenkasse, in denen ich irgendwann ein „Naja, das System ist halt kacke“ raushaue und mir mein Gegenüber dann immer impliziert Recht gibt.

Ihr Antrag vom 11.07.18 🙄
Anträge, die wegen juristischer Patt-Situationen gern mal über 100 Tage zur Bearbeitung brauchen.

Ich finde es schon etwas bedenklich und faszinierend zugleich, dass ich mein Anliegen beim Hautarzt gerade in 30 Sekunden unter Verwendung aller medizinischer Fachbegriffe vollständig genderneutral und ohne Nennung der Ausgangsdiagnose vorgetragen habe.

Schrödingers Haarentfernung: sich über jedes Haar weniger freuen, aber nur so weit, dass es bei der Foto-Dokumentation für die Krankenkasse noch für aussagekräftige Bilder mit Haaren reicht.

„Das tut jetzt vielleicht etwas mehr weh als normal“ - „Nach mehr als 70 Stunden Nadelepilation haben wir jetzt wahrscheinlich jede Art von Schmerz durch, also manchen sie einfach.“

«Entschuldigung, Frau Kastl, dass ich sie falsch tituliert habe, ihre Stimme ist so tief» - »immerhin habe ich mit den richtigen Stimmbändern zu ihnen gesprochen« Das «gesprochen» ist mir dann über die Taschenbänder rausgerutscht. Augenblickliche Stille. 😈

Na toll: «Frau Kastl, wir sind gerade in einem Zustand, den wir so vorher noch nie hatten.» Wir haben gerade ein juristisches Vakuum gefunden. 🙄

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