Wäre nicht das erste Mal in Lateinamerika...
@HistoPol @mina Ja, ist hier aber auch schon passiert. Auch in Deutschen Ländern. Man versteht es nicht, Die wählen aber wie hier konstant immer den gleichen Mist. Dort halt entweder die Radikalen oder die Peronisten ilei ist aber jung genumg um ein vernunftbasiertes Wirtschafts- und Politikmodell anzustreben.
Milei ist ein Populist, der, wie alle Populisten vor ihm, Erwartungen geweckt hat, die er nicht wird dauerhaft einlösen können.
Haushaltssanierung gut und schön, aber das zu erreichen, indem man Gehälter und Budgets bei 200% Inflation einfach einfriert, ist halt ein Rezept für Massenverarmung und für einen Zusammenbruch der Institutionen.
Tatsächlich ist die Korruption der Krebs des Landes (übrigens nicht nur in Arg).
Wer es schafft, die tatsächlich zu beseitigen oder mindestens kleinzukriegen, hat eigentlich 90% des Nötigen geschafft.
Da traue ich allerdings den anderen Parteien genauso wenig zu.
Sie sind notgedrungen interessierter.
Aber die Gesellschaft ist auch extrem politisch zerrissen. Dagegen sind wir hier noch (!) vergleichsweise kompromissbereit.
Ich fürchte allerdings, wir steuern mittlerweile auf ähnliche Zustände zu.
Die 90 Jahre Niedergang sollten uns ein Menetekel sein. Deutschland ist auch auf keinem guten Weg.
@mina @HistoPol Wir haben das schon hinter uns, Von 1860 weg bis 1945. Und zum Teil bis 1990. Aber das heißt micht, dass es nicht wiederkehrt. Faktisch leben wir bereits im Neo-Feudalismus. Konzenr,e Manager und Politiker bestimmen fast alles und schöpfen jedes bißchen Überschuss unserer Anstrengungen ab. Schlimmer noch; Sie verpfänden auch unsere zukünftige Arbeitskraft.
@mina @HistoPol Das Übrigens haben sie noch nicht geschafft, wie ihre italienischen Verwandten: Eine Staatsorganisation, die wegen mafiöser Strukturen und Korruption auf allen Ebenen permanent kurz vor dem Abgrund steht, aber trotzdem stabil funktioniert. Obwohl es nach aussen immer chaotisch wirkt. Verwirrend.
Die #Argentinier haben ja auch nicht 100% Römische Gene wie die #Italiener, sondern nur 62,5%. Das spürt man an dieser Stelle.
"Die #italienisch[stämmig]e Bevölkerung in #Argentinien ist die drittgrößte der Welt und die zweitgrößte (nach #Brasilien) außerhalb #Italiens, mit ungefähr 25 Millionen Menschen (62,5% der #argentinischen Bevölkerung)."
@energiepirat @mina gab es das in #Argentinien jemals?
Von meiner (limitierten) Warte war selbst auch Perón nur Feudalismus in demokratischem Gewand.
Wie heißt hier immer so schön:
Discuss.
Tatsächlich waren die Jahre 1880-1930 auch dort die Zeit, als sich das Land der Moderne zuwandte, sich industrialisierte, demokratisierte und langsam die alte Agraroligarchie zu entmachten begann.
Uriburus Staatsstreich von 1930 beendete das.
Perón hat zwar ab 1943 viele sinnvolle Reformen durchgeführt, aber eben nicht die demokratischen Institutionen stabilisiert.
...genau.
Und jetzt denk mal dran, wie das schon im vorfeudalen Rom mit dem Clientel war...
Da hat sich nichts Grundlegendes geändert.
Davon ist auch viel Propaganda der Antiperonisten.
Das Problem der Staatskasse waren gar nicht so sehr die Ausgaben, sondern der Zusammenbruch der Absatzmärkte für Agrarprodukte in den 50ern, sowie der Protektionismus, der die einheimische Industrie an Wettbewerbsfähigkeit verlieren ließ.
Beim Putsch 1955 war das Land bei Weitem (noch) nicht kaputt.
@mina @HistoPol Ja richtig, Peron hat es nicht verstanden eine Politik zu betreiben, die dem Land genützt hat. Das meinte ich damit, Er hatte die Exporte nicht im Blick Statt dessen gewollte Industrialisierung ohne die Grundlagen dafür zu haben, Aber auch später hat Argentinien es nicht gesachfft. z. B seine Hilton-Quote für sein Fleisch aus zunutzen. Von 48,000 Tonnen Quote in die EU konnten sie nicht mal die Hälfte inEuropa verkaufen, Ich habe das mal versucht, Der Horror beginnt bereits dort
Korrekt!
Trotzdem glaube ich, dass das größte Problem seiner Amtszeit gar nicht die Fehler in der Wirtschaftspolitik waren (solche gibt es auch in anderen Ländern), sondern, dass er das, was von den Militärregierungen im Auftrag der Oligarchie in den 30ern und frühen 40ern ruiniert wurde, nicht wieder aufgebaut hat, sondern alternative Partei-gebundene außerhalb des Staates etabliert hat (Stiftung Evita für Wohlfahrt statt sozialstaatlicher Institutionen,
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peronistische Gewerkschaften, Betriebskampfgruppen aus denen später die Terroristen "Montoneros" hervorgingen und von der Wiederherstellung der Presse-und Verbandsfreiheit wollen wir gar nicht erst anfangen).
Daran leidet der Staat bis heute.
Wer Spanisch kann, dem kann ich nur "Pingo Argentina" von Enrique Pinti empfehlen. Der beste Überblick über die Geschichte, den es gibt.
https://www.youtube.com/watch?v=qiiBOBWTae0
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@HistoPol
Er redet sehr schnell und verwendet viele Redewendungen und Referenzen.
Ich habe drei seiner Programme im Theater gesehen (Salsa Criolla, Vote Pinti und eben Pingo Argentino).
Jedesmal ein Erlebnis.
Ein absolutes Phänomen sind "Reaction Videos" auf Pispers auf YouTube (also mit Übersetzungen ins Englische).
Praktisch alle von Schwarzen (aus England, den USA und Afrika).
@mina @HistoPol Ich mag den Pispers. Der gefällt mir. genau wie der Malmsheimer. Warum reagieren da People of Color drauf?
Nun, einer unserer Nationalphilosophen - Hans Söllner - hat da besondere Ansichten udn weis tdarauf hin, dass wir Bayern alle auch dieser Abstammung sind. Der Erste (...politisch heutzutage inkorrektes Wort...) der war schwarz. Des war a Bayer, lehrt er uns, ...