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Threema-Lizenzen an Schulen in BaWü: Die Threema-Work-Lizenzen für Lehrkräfte werden vom Land bezahlt. Eltern und Schüler müssen sich die kostenpflichtige App für 4 EUR kaufen. Gerade mit dem SMZ KA telefoniert, nachdem eine Familie danach gefragt hatte. Bei denen wird es ab sofort an der kompletten Schule genutzt, Kommunikation erfolgt ausschließlich darüber. Flotter Businesscase für Threema...

@2342 @datensalat

@ingaklas @2342 @datensalat BaWü bekleckert sich insgesamt nicht mit Ruhm bei der Digitalisierung des Bildungswesens.

@ingaklas Hach schön da hat mal wieder keiner an Menschen ohne Smartphone gedacht ;) Aber ja Threema schön Geld zu spielen, dass haben die echt fein gemacht.

@fuesstest
Auch wenn Threema ja tatsächlich einiges richtig macht, so bleibt das Grundsatzproblem: Da wird ein walled garden und Kommerzielles Unternehmen von öffentlicher Seite gefördert. Die Lösung zur WhatsAppproblematik sollte nicht sein, ein neues europäisches Monster zu etablieren.
@ingaklas

@wolf
Ganz klar ja aber das ist noch mal ein ganz anderes Problem. Mir ging es in dem Fall wirklich darum das man ein System wählt das ein Smartphone vorraussetzt. @ingaklas

@fuesstest
Denkst Du nicht, dass das gerade bei den Jugendlichen heute nicht mehr wegzudiskutieren ist? Die "brauchen" schon wegen des sozialen Drucks alle eines.
@ingaklas

@wolf Halte ich für ein schwaches Argument das man so auch nicht unterstützen sollte. Vor allem in der Grundschule und der Mittelstufe halte ich das für sehr Fragwürdig. Ein Computer als produktives Gerät sollte die höhere priorität haben. @ingaklas

@fuesstest
Stellt sich halt die Frage, ob und wie der Messenger dann obligatorisch in den Schulablauf verankert werden soll. Dachte bisher nerst, dass man damit den jungen Leuten den Absprung von den US- Anbietern nahelegen will. Dass alle gezwungen werden das Medium zu nutzen hab ich noch gar nicht bedacht...
@ingaklas

@fuesstest @wolf @ingaklas
Threema hat im September eine Multiclient Lösung angekündigt. Eine PC Version soll dann auch unabhängig vom Smartphone laufen. Klar, ein weiterer, nicht offener Standart, aber allemal gscheiter als Whatsapp. Es ist erschreckend, zu sehen, wo Whatsapp überall eingesetzt wird.

@bolo @fuesstest @wolf @ingaklas vielleicht solltet IHR euch mal vorher etwas mit der Geschichte und Entwicklung von Threema beschäftigen, bevor ihr wieder ALLE den Knüppel rausholt.

de.m.wikipedia.org/wiki/Threem

@Aakerbeere
Ich habe hier bisher nichts knüppeliges in Richtung Threema lesen können.
Im Übrigen bin ich trotzdem der Meinung, dass zentral organisierte Software von marktwirtschaftlich agierenden Firmen nicht einseitig von öffentlicher Hand gefördert werden solle. Die Tatsache, dass Threma jetzt Venture-Capital Gelder bekommt ist hier KEINE gute Nachricht, denn das dahinterliegende Prinzip verstärkt Monopolbildung, ist sogar darauf angelegt.
@bolo @fuesstest @ingaklas

@ingaklas
Und ich dachte, Schule kauft Paket für x user und die SuS laden die App gratis und bekommen die Zugangsdaten.
@datensalat

@ingaklas @2342 Ja warum soll auch keiner mit einer akzeptablen Lösung Geld verdienen. Besser als Eltern zu nötigen, mangels überhaupt einer Lösung auf WhatsApp zurückgreifen zu lassen. Die Schule kriegt meinen Daumen nach oben 👍🏻, das LandBW muss sich noch beweisen.

@datensalat @2342 Im Vergleich zu Whatsapp ist es natürlich besser. Ich frag mich eher, warum sie jetzt unbedingt einen Messenger als Tool für den Fernunterricht pushen. Das ist die denkbar schlechteste Arbeitsumgebung. Warum nicht Mail, Moodle und BBB? Geräte für Kids, die kein eigenes Endgerät haben, sind in den letzten Wochen (zumindest hier in der Umgebung) ausgegeben worden.

@ingaklas @2342 klar, für Fernunterricht Unfug. Denke, da geht es eher um die sichere Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern bzw Schülern.

@datensalat Dafür ist es leider tatsächlich vorgesehen. Eine andere Lösung haben sie nach der ganzen Zeit immer noch nicht am Start (außer wieder Papierstapel aufm Schulhof austauschen). Digitalisierung an Grundschulen eben... Am Montag telefonier ich mit einer Grundschullehrerin, an deren Schule es nach Aussagen der Eltern sehr gut funktioniert hat. Bin sehr gespannt, was die im Einsatz haben.

@ingaklas Da sind sie ja an eurer Grundschule schon richtig weit. :D Bei unserer sind weiterhin Papierstapel angesagt. :/

@ingaklas @datensalat An der Grundschule meines Kindes setzen sie neuerdings (auf eigene Faust) cat4school bzw. messenger4school ein. Da wurden mal eben alle Schüler:innennamen hochgeladen. Im Messenger kann man alle Lehrenden, alle Eltern/Schüler:innen (inkl. Klassenangabe) anfunken. Ob das so OK ist? 🤔

@ingaklas

Toll, wie das Produktmarketingverbot an der Schule durch Nixtun und Sachzwänge ausgehebelt wird.

@2342 @datensalat

@ingaklas
Was sollen Eltern machen, die ein alternatives #Betriebssystem auf ihrem Smartphone laufen haben, z.B. #LineageOS?
@2342 @datensalat

@Lars_Roskoden Da brauchst du dann auch ein Gateway. Meines heißt Nicole und übermittelt wichtige Whatsapp-Nachrichten aus der Klassengruppe in mein SMS. Zugegebenermaßen kommt da sehr selten etwas rüber, weil Wichtig und Whatsapp-Gruppe selten zusammen geht. Ich krieg auch die wichtigen Sportverein-Whatsapps vom Trainer per Mail geschickt. Man wird dadurch bisschen zur Pain, für die, die auf solche Kanäle setzen aber hey, ihre Wahl...

@Lars_Roskoden @ingaklas @2342 du kannst Threema auch direkt auf der Webseite kaufen. Die App arbeitet dann halt mit polling.

@Lars_Roskoden @ingaklas @2342 Die App fragt selber regelmäßig beim Server nach, ob Nachrichten da sind (polling) und wird nicht vom Firebase Cloud Messaging Protokoll von Google versorgt.

@Lars_Roskoden
WA oder Threema läuft auch auf LOS.
Entweder Direktdownload im Threemastore oder auf WA Webseite.
Threema aktualisiert sich selbst, WA nicht. Oder man nimmt Aurora aus dem f-droid um anonym PlayStoreApps zu nutzen.
@ingaklas @datensalat

@2342 @Lars_Roskoden @ingaklas @datensalat Also, ich hab Threema auf Lineage (also /e/ eigentlich) laufen, und da funktioniert alles einwandfrei. Die APK hab ich direkt von der Website bekommen.

@Lars_Roskoden
die frage fuer mich waere eher " eltern, die nur freie software nutzen." threema ist auch nur einer dieser zentralistischen messenger, die unfreie software sind und eine telefonnummer haben wollen. #wegdamit
@ingaklas @2342 @datensalat

@ingaklas @2342 @datensalat Also den Preis finde ich eigentlich in Ordnung, denn wenn man sich mal überlegt, was Schüler sich sonst alles kaufen müssen – Stifte, Blöcke, Bücher, Taschenrechner –, dann sind die 3,76€ für eine App auch noch drin. Und wer sich das trotzdem nicht leisten kann, erhält doch sowieso Untersützung von Staat und Förderverein.

@datenschutzratgeber @ingaklas @2342 @datensalat Der Preis wäre nicht zu hoch, wenn es freiwillig wäre, die Sicherheit und Privacy ausreichen würden, ... Der Staat ist knickerig. Und das finde ich bei diesen kleinen Beträgen besonders beschämend, und demütigend für die Betroffenen.

@mupan @ingaklas @2342 @datensalat Man bekommt doch nicht für 3,76€ Unterstützung, sondern, wenn dann insgesamt für alle Lernmittel

@datenschutzratgeber
Das ist auch nicht das Hauptproblem.

Bildungseinrichtungen jeder Art, besonders wenn sie von Steuergeldern finanziert werden, sollten FOSS unterstützen. Ausserdem ist im Bildungsbereich der Datenschutz an erste Stelle zu setzen. Das geht besser mit dezentralen Lösungen.
@ingaklas @datensalat

@2342 @datenschutzratgeber @ingaklas Gebe ich dir vollkommen recht. Matrix wäre z.B. eine super Lösung. Aber bis die Infrastruktur steht, zieht noch ein Schuljahr ins Land. Solange finde ich Threema keine schlechte Lösung.

@2342 @ingaklas @datensalat Ja, das ist ja klar. Am besten wäre es, wenn jede Schule (oder zumindest jedes Bildungsministerium) einen eigenen Server der jeweiligen Software bereitstellen würde.

@datenschutzratgeber @2342 @ingaklas @datensalat Das dauert nicht nur noch ein Jahr sondern eher 20! Es fehlt an allem: Know How, Geld, Zeit.

@D22
Zumindest wenn sie keine einfachen Vorlagen/Muster z.B. einem zentralen Amt für solche Server bekommen, die sie nutzen können.

@datenschutzratgeber @2342 @ingaklas @datensalat

@D22 @datenschutzratgeber @2342 @ingaklas @datensalat Und da nimmt man dann halt einfach Office 365. (/Ironie und siehe BigBrotherAward)

@ingaklas
Unsere Hoheitlichen sind halt in Sachen Digitalisierung wirklich von gestern. #opensource geht denen nicht in die Rübe. Hätten sie #matrixdotorg gewählt, mussten Eltern jetzt nicht noch mehr Geld ausgeben.
@2342 @datensalat

@ingaklas @2342 @datensalat Eigentlich könnte man da, angesichts der großen Mengen, auch eine speziellen BaWü-Tarif anfragen. Mengenrabatt sozusagen. Und wenn die Kidner drin sind, sich untereinander damit vielleicht auch unterhalten, dann besteht eine Chance, dass WhatsApp vielleicht weniger genutzt wird und die Eltern vielleicht auch rüberkommen.

@birgitlachner @ingaklas @2342 @datensalat Schulen können das selbst machen: Man kann Threema Work Lizenzen kaufen, die bleiben gültig und können an die neuen 5er weitergegeben werden, wenn ein Jahrgang abgeht. Für unser Gymnasium würde das einmalige Kosten von ca. 10.000€ verursachen.

Nur der Vollständigkeit halber, das ändert nichts an der grundsätzlichen Situation

1/n

@birgitlachner @ingaklas @2342 @datensalat Ich finde es falsch, dass man immer Lösungen "einkaufen" will - man sollte als Land Dienste selbst zur Verfügung stellen.

Das können wir jetzt schon kaum noch, und die Strategie "wir kaufen bei den Großen", die die Stabsstelle um den Armbruster da fährt, führt in die vollständige Abhängigkeit. Entweder die können das halt nicht besser managen da, weil die Kompetenz fehlt, oder...

2/n

@birgitlachner @ingaklas @2342 @datensalat Was das mit den Eltern angeht, ganz persönlich als Lehrer: Das ist schon o.k., dass die mir eine Mail schreiben müssen. Ich will nicht von 500 Leuten potentiell "angechattet" werden können, eine kleine Hürde ist da vollkommen in Ordnung.

3/3

@ironiemix @ingaklas @2342 @datensalat Da gebe ich dir Recht. Ich habe das Gefühl, das man sich seit dem Desaster von "Ella" nichts mehr traut. In RLP läuft das ganz gut. Es wird OpenSource-Software verwendet, einige Sachen (wie die Oberfläche für den zukünftigen Schulcampus) werden selber gemacht (dazu Webentwickler eingestellt, zufälligerweise ehemalige Lehrer) oder eingekauft (die ID-Verwaltung ausgeschrieben). Es wird auch Geld für die Weiterentwicklung von OpenSource-Software gegeben.

@birgitlachner
Ja, das ist auch aus meiner Sicht der richtige Weg. In BaWü wird dann immer gerne auf den Rechnungshof verwiesen, der "Eigenentwicklungen" gerügt hat. Aber der Einsatz von Open-Source, deren Finanzierung zur Weiterentwicklung ist *keine Eigentwicklung*.
@ironiemix @ingaklas @2342 @datensalat

@wauz @birgitlachner @ingaklas @2342 @datensalat Es ist Werbung in der Schule, es gibt bessere Möglichkeiten. Es ist falsch das so zu machen.

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