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Der Texas-Instruments- für den Mathe- und Physikunterricht meines Sohnes kostet 150,- EUR. Anschaffung verpflichtend, keine Schulbestellung mit Herstellerrabatt möglich, ebensowenig Sonderkonditionen für ärmere Familien.

Wir subventionieren also das gut abgehangene Geschäftsmodell eines amerikanischen IT-Dinosauriers, obwohl jede/r Schüler/in einen leistungsfähigeren Rechner in der Hosentasche hat und ficken gleichzeitig bedürftige Familien?! Respekt.

@drsebro Ich wüsste nicht auf welcher Grundlage. Die Fachkonferenz Mathematik beschließt so etwas und gibt wahrscheinlich didaktische bzw. pädagogische Gründe für den Beschluss an. So etwas kann man dann bestimmt diskutieren, aber justiziabel ist es natürlich nicht.

@kraehenpost Ja, das ist leider echt traurig. Dabei würde ein Smartphone im Unterricht den Kindern auch zeigen, dass der Minirechner in der Hosentasche für mehr gut ist, als für Whatsapp, Youtube und Games. Verpasste Chancen...

teachthought.com/technology/40

@datenteiler ich meine, ich bin ja sogar ein verwöhntes iOS-Goldener-Käfig-Pflänzchen und selbst für uns goldstaubgepuderte Designfetischisten gibt es Im AppStore sehr günstige beziehungsweise kostenlose Apps mit explizit für Schule/Uni gemachten grafischen Taschenrechnern.

Als Gegenargument wird man dann immer sowas wie „Ablenkung durch Smartphones“ und „Schummelmöglichkeiten“ hören. Well, guess what, you‘re a teacher. You studied, you can deal with it.

@kraehenpost @datenteiler Und dabei entgehen dir die vielen coolen Möglichkeiten, die als Store auf einem Google freien Android Smartphone so bietet. 😬 Man könnte das Ziel sogar auch erreichen, ohne die Kinder in die Arme eines Konzerns zu schubsen. 🤔😉

@datenteiler @kraehenpost
war auch mein Gedanke: eine gute einheitliche Taschenrechner-App auf den Smartphones der Siebtklässler müsste es heute auch tun. Aber nicht von anderen Apps ablenken lassen .. ;-)

@kraehenpost
Please accept my Fav for "goldstaubgepuderte Designfetischisten" 😂

@kraehenpost
Der Hersteller gibt übrigens nur Lehrern Rabatte, haben ja ein Monopol. Am besten mal solche fragen, die bekommen die gerne mal für 80€.

@kraehenpost Wow! In welchem Bundesland bist Du? Und was für ein Taschenrechner ist das? Ist Dein Sohn im Mathe-Leistungskurs?

@marian Niedersachsen, 7. Klasse, Gymnasium. Ich werf mal den Link zu dem Taschenrechner in einer Preissuchmaschine rein, damit klar wird, dass ich mit dem Preis eher untertrieben habe.... billiger.de/products/201463263

@kraehenpost Ziemlich krass. Wir mussten damals 30 oder 35 DM für einen TI 30 oder wahlweise Casio hinlegen, in etwa der Preis eines Schulbuchs.

Wenn man schon Funktionen grafisch visualisieren möchte, sollte man das doch bitte am Computer oder mit Open Source (Web) Apps am Handy machen, oder?

@kraehenpost Hihi, wie lustig, dass da als erste Funktion „Backspace-Taste“ steht.

@kraehenpost Magst du bitte nicht „ficken” für Dinge verwenden, die nicht sexuell sind?

@kraehenpost "Kind, diesen Monat gibt es nix zu essen, wir mussten für 150 Euro einen Taschenrechner kaufen."

@kraehenpost Das ist ja krass. Welches Modell wird da genau genutzt?

@kraehenpost Krasses Teil. Also ich war ab der dritten Klasse im Matheförderunterricht und so aber schon in den 90ern habe ich nicht versdtanden, wie da dann bestimmt wird, was genommen werden muss (und ich habe immerhin durchgeboxt, einen anderen Rechner nehmen zu dürfen). Aber heute ist das ja noch unverständlicher. Und auch unklar: Warum werden nicht Klassensätze mit Rabatten angeschafft?

@leitmedium 🤷🏻‍♂️ Auf dem Infoblatt steht, dies habe „schulrechtliche Gründe“. Ich mein, den Punkt verstehe ich sogar. Bei diesen hohen Kosten liegt der Gesamtbetrag für eine Klasse mit 30 Schülerinnen und Schülern bei rund 4.500 EUR. Da bleibt man als Lehrer/in/Schule selbst mit Rabatt kaum gerne auf Kosten hängen, wenn jemand nicht bezahlt. Von dem haftungsrechtlichen Kram mal gar nicht zu reden, wenn beim Geldtransfers beziehungsweise der Bestellung selbst was schief läuft.

@kraehenpost Vor allem weil man den auch auf einem android phone simulieren kann: https://www.lifehack.org/articles/technology/use-android-89-graphing-calculator.html

Sollte deutlichgünstiger sei. Einen N-spire emulator gibt es kostenlos als freie Software: https://github.com/nspire-emus/firebird/releases/

@kraehenpost wasn das für ne minderbemittelte Schule? Lieber 1500€ für nen Anwalt und gegen diesen 'Pflichtkauf' vorgehen als 150€ für son Dreckstaschenrechner.
#imho

@meldrian @kraehenpost Warum kommt bloß keiner auf die Lösung? Eure liegen sicher auch noch in der Schublade oder? Die Schule kauft einfach einen Satz für die Oberstufe und die Schüler nutzen sie eine Zeit lang. Wie bei den Büchern auch. Wo ist das Problem? Schont Ressourcen und Geldbeutel. Die Anforderungen an das Teil dürften für lange Zeit gleich bleiben.

@kraehenpost Da würde ich nicht lange fackeln und einen Eltern Mob organisieren, der bei der Schulleitung Stunk macht. Und gleich auch die Medien involvieren. Sowas geht ja gar nicht, grad weil günstige Alternativen nicht zugelassen werden.

@kraehenpost Würde aber zumindest hoffen, dass es die massenweise auf eBay, Ricardo & Co gibt? Braucht ja keiner mehr nach Schule / Studium...

@arx ein paar gibt es. ich hab unseren gestern Abend für 85,- plus Versand geschossen. Aber nervig ist das natürlich trotzdem...

@kraehenpost Ja, vor allem wäre es natürlich effizienter, es gäbe einfach einen Satz in der Schule, der dann ausgeliehen wird.

@kraehenpost (Effizienter in finanzieller und ökologischer Sicht, übrigens.)

@kraehenpost
Mal an alle die sich hier groß aufregen und die Schule verklagen wollen.

Ja, das ist ein Haufen Kohle, ja, das ist sicherlich nicht die beste Lösung, und ja ich musste auch so n Teil anschaffen.

Aber,
die Dinger sind gewaltig was die Möglichkeiten angeht. Ob das not tut sei mal dahin gestellt, aber wir leben in einer Zeit, wo es offenbar genug Leute gibt die eine so ausgeprägte Bildung in Mathe für Notwendig halten.
@kraehenpost - 1/4

Aber jetzt Töne zu spucken die Schule zu verklagen, und sich darauf zu beziehen, dass diese eine Schule ja unverschämt sei usw, nein das ist gängige Praxis und an quasi jeder Schule so.

Zum Thema Leihgeräte, da ist das Problem, das die Teile ab Klasse 8 ( zumindest bei mir damals) bis zum ggf Abi durchgehend benutzt werden.
Bei Leihgegenständen ist es leider gang und Gebe das $Menschen sagen 'hab ich nicht gekauft, hat also keinen Wert' und Zack sind @kraehenpost - 2/4

alle Rechner im Eimer.
Das sich eine Schule, bei der sowieso Personalknappheit herrscht, sich diesen Verwaltungsaufwand sparen will ist mehr als verständlich.

Und nun, es gibt leider doch immer mal wieder neue Rechner die gekauft werden sollen, und dann sitzt die Schule auf rund 1000 solcher Geräte rum und weiß nicht wohin.

Ist alles nicht prikelnd, das ist mir klar, aber so ist es zumindest vom Aufwand her am einfachsten.

Und noch als Hinweis:
B @kraehenpost - 3/4

i uns an der Schule kann man eine Erstattung der Kosten beantragen, wenn man sich das selber nicht leisten kann.
Ist idr absolut kein Problem. @kraehenpost - 4/4

@nuron es ist sehr lobenswert, dass das an deiner Schule geht. bei uns geht es explizit nicht.

@kraehenpost
Dann wäre das ein sinnvoller Punkt was zu verändern.

@kraehenpost krass. Bei uns mussten wir so ein billig Teil anschaffen und da hab ich mich schon aufgeregt. In Hessen ist das alles noch absurder weil bei uns sogar Lehrmittelfreiheit verfassungsrang hat. Interessiert niemanden sobald es über ein paar Bücher raus geht.

@kraehenpost Wissenschaftliche Taschenrechner scheinen eine erstaunlich stabile Wertanlage zu sein. 🤔
xkcd.com/768/

@kraehenpost ist das eine privatschule? Ansonsten muss es immer Leihgeräte geben, zumindest in Baden-Württemberg ist das so. Die Kosten bekommen arme auch erstattet, nicht von der Schule sondern vom Amt. Die Schulen unterstützen hier aber beim Papierkram.
Ich weiß noch gut wie wir die Dinger überall als Spickzettel benutzt haben weil die Lehrer nicht wissen dass man den Reset vor der Klassenarbeit auch simulieren kann.

@stergro Keine Privatschule und nein, hier in Hannover gibt es keine Leihgeräte und das scheint auch so okay zu sein. Zumindest wird explizit auf geänderte schulgesetzliche Bestimmungen verwiesen. Und natürlich kann man (zB bei Hartz4) beim Amt die Kostenübernahme beantragen. Von Unterstützung der Schule sehe ich allerdings nichts. Auf dem Zettel der Schule stand, man möge sich in Härtefällen „an die zuständigen Stellen wenden“.

@kraehenpost weia. Keine Ahnung wie das heute in BW ist aber die Dinger waren auch schon in den 2000ern veraltet und überteuert. Und eine Einladung zum Spicken für jeden mit einem passenden Datenkabel. Ich glaube das Hauptproblem ist dass die Schulbücher nur Anleitungen für Casio ubd Texas Instruments haben und deswegen kann man nur schwer wechseln.

@stergro TI sieht ja offensichtlich selbst, dass ihr Geschäftsmodell mit diesen physischen Taschenrechnern bald nicht mehr funktionieren wird. Die App, die die Funktionalität des Rechners 1:1 emuliert, kostet für das iPad rund 30 EUR, es gibt sie auch für Win und Mac für den gleichen Preis. Aber wenn selbst sowas (auch wenn’s nur 1/4 so viel kostet wie das Gerät) nicht erlaubt wird, is das doch Quatsch (und umweltschädlich und einfach ärgerlich).

@kraehenpost Taschenrechner an sich sind schon sinnvoll, man will ja keine Tablets in Klassenarbeiten und Prüfungen haben, da gibt es zu viele Betrugsmöglichkeiten. Und die Dinger sind wirklich sehr robust und langlebig. Aber mehr als 30 € ist die Hardware trotzdem nicht wert.

@kraehenpost Das Problem ist eher, dass keine programmierbaren Geräte eingesetzt werden dürfen, aus diesem Grund legt man sich auf ein Modell fest.

Und natürlich gibt es bei den Taschenrechnern deutlich günstigere Alternativen.

@kraehenpost Ein App auf ein Smartphone geht nicht wegen Prüfungen. Aber warum so ein teures Teil?

@VictorVenema ich kann nur spekulieren, warum die Entscheidung getroffen wurde. Wahrscheinlich, weil die Idee dahinter ist, dass die Kids das Dinge bis in die 13 verwenden, wenn man es auch programmieren und mit Graphen arbeiten will. 🤷🏻‍♂️

@kraehenpost @VictorVenema Graphen zur Visualisierung kann ich verstehen, die helfen manchmal (die könnte auch die Lehrkraft liefern).

Aber Programmieren? Ich meine, ich hab für so'n Ding auch diverse Programme geschrieben, aber wenn man Programmieren will gibt es wesentlich bessere Alternativen - und wenn es nur ein Raspberry Pi ist.

@kraehenpost BTW: Als T1 vor 2 Jahren in die Oberstufe kam, durften wir auch latzen. Wenigstens bekamen wir Schul-Rabatt, wir lagen bei ~ 100€.

Jetzt ist T2 dort angekommen, und Ihr dürft raten: Natürlich muss es jetzt laut Konferenz ein anderer Taschenrechner sein - der vorhandene ist ungeeignet. Auf der selben Schule.

Läuft...

@kraehenpost Wir mussten damals auch so ein Teil kaufen, und man kann den Rechner auch wirklich nur in der Schule gebrauchen.

In der Ausbildung (Mechatroniker) durften wir den nicht benutzen, in der Weiterbildung (Techniker) ebenso wenig. Im Studium (Ingenieur) dürfte man den auch nicht nehmen.

Und dann werden die Funktionen nicht mal wirklich genutzt. Total unnützer Mist. Lieber 'nen RPi für das Geld kaufen und damit was im Unterricht machen, wäre sinnvoller.

@kraehenpost Ich bin halt auch ein sehr technischer Mensch (wie man am Werdegang sieht), und man hat da schon mit halbwegs komplexer Mathematik zu tun, aber selbst dafür könnte man den nicht einmal gebrauchen.

@kraehenpost Schau am Gebrauchtmarkt!
Zumindest auf willhaben finden sich jede Menge gebrauchte TIs, wird wohl bei deutschen Kleinanzeigen ähnlich sein.

@robelix ja danke, hab auf eBay schon einen nur drei monate gebrauchten für 85 plus Versand gefunden.

@kraehenpost
Das ist ja krass. Bei uns hieß das früher: Es wird ein nicht programmierbarer TR benötigt. Empfohlen wird Casio Mod. X. Geht bei euch nichts über den Förderverein?

@darkblue hab noch keinen vom Vorstand des Fördervereins gefragt. Wir sprechen das auf dem nächsten Elternabend an. Dennoch: Wenn so ein Brief der Fachkonferenz mit der mehr der weniger wörtlichen Message a la „müsst ihr halt zahlen, isso, Schule kann aus pseudogründen, äh, egal, schulgesetzlichen Gründen halt, nix machen“, dann sollten Möglichkeiten wie Förderverein o. ä. bereits drin stehen. das läuft ja bereits seit Jahren so, da müssen die Möglichkeiten ja bekannt und durchgespielt sein...

@kraehenpost
Tut mir sehr Leid. Bin selber Im Vorstand des FV meines Sohnes. Da liefe das anders.

@kraehenpost Es steht den "ärmeren Familien" ja frei, ihre Kinder auf die Hauptschule zu schicken. Dann treten sie auch früher ins Berufsleben ein und bringen Geld nach Hause.

@kraehenpost Das einzig "positive" daran ist, dass die Schule den leistungsfähigeren(!) TI statt einem genau so teuren Casio fordert, welcher durch eine leichtere Bedienbarkeit und ein ohne Brille lesbares Display (beurteilt durch Lehrkraft) überzeugt, aber im Studium völlig nutzlos ist. Beim Firmwareupdate wurde 1/4 Klassensatz kaputtgeflasht. Nicht (realistisch) programmierbar, Kartoffelprozessor, verpixeltes Display... :(

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