an einen fährmann

in den ohren das
rauschen des flußes
stehe ich vor dir
sohn
der nacht
bin
auch ich tochter

setze mich über

hier mein kupfer
leg ich’s dir
in die hand

bitte
weise mich nicht
zurück an den tag

und bin ich zu rosig dir
so lass mich die 100 jahre
unter den schatten weilen

deren verzweiflung
ich nun
nicht mehr teile

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des fährmanns zurückweisung

kalt lächelnd wirft er mir
das kupfer zu füßen
mit funkelndem blick
weist er mich zurück
und schickt mich
zu leben

hab dich gewogen
zu leicht für die fähre
ist kein platz für dich
hier nicht
und auch nicht
an dem anderen ort

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musst dir dein
totsein
mit einem leben
erst noch verdienen
bist noch zu wenig
im worte gedunkelt
bist noch wie eine
unreife frucht

trink bis zur neige
schmerz dich zum
grunde
vergib dich an alles
dann
komm wieder her

den pfennig leg ich
in den mund eines
schattens
gehe und suche
nach einem ort

@lavendula
Ich möchte hier hinschreiben, wie schön ich dieses Gedicht finde. Aber ohne Wörter, nur mit meinem Gefühl und meinen Gedanken. Geht nicht. Schade.

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