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Überhaupt ist die Frage "Glaubst du, dass es viele gibt, denen das gefällt?" ein guter Satz, um Gespräche auch über unangenehmer zu besprechende Übungen zu führen, zum Beispiel Analverkehr. Die Jugendlichen kennen heute jede erdenkliche Praxis mindestens vom Hörensagen.

zeit.de/2018/20/sex-aufklaerun

Vielen Eltern ist nicht klar, dass ihre Kinder sich etwa mit großem Elan selbst befriedigen, und zwar deutlich früher, als man so denkt. Erstaunlich wenige aber reden mit ihren Kindern darüber.

zeit.de/2018/20/sex-aufklaerun

Es ist erstaunlich, wie viele Fragen Jugendliche stellen, wenn sie wissen, dass das Gegenüber offen und ehrlich antwortet. Man muss sich auf sie einlassen, darf ihnen aber nichts aufdrücken, was für sie noch keine Rolle spielt. 

zeit.de/2018/20/sex-aufklaerun

Wie soll sich ein Mensch entwickeln, wenn er Vorgänge in sich spürt, die die Eltern offenbar absolut grauenvoll und schambehaftet finden? Außerdem hat ein offener Umgang mit Sexualität fast nur Vorteile. Wenn Kinder über die eigene Sexualität und über ihre Grenzen aufgeklärt sind, ist die Gefahr deutlich geringer, dass sie Opfer eines sexuellen Übergriffs werden.

zeit.de/2018/20/sex-aufklaerun

Möglicherweise kommt sogar eine Diktatur der Harmonie, in der jede Art von Auseinandersetzung unterdrückt wird. Aber auch das wäre nicht wirklich schlimm, verglichen mit der Gewalt, den Kriegen, der Ausbeutung, der Massentierhaltung und all dem anderen Elend, das die Männerwelt bisher hervorgebracht hat.

zeit.de/zeit-magazin/2018/20/o

Ich weiß natürlich nicht, ob das tatsächlich in den Frauen steckt, aber es ist an der Zeit, das herauszufinden. Wir Männer haben es lange genug probiert. Wir haben genug verbockt, die Ressourcen sind erschöpft, jetzt sind andere dran.

zeit.de/zeit-magazin/2018/20/o

Ich träume von einer Revolution; von einer behutsamen Übernahme durch einen sanften Feminismus. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein angenehmer Traum ist, aber er ist notwendig, um die Welt zu retten. Alle Gesellschaftsentwürfe der letzten Jahrhunderte sind gescheitert, männliche Eigenschaften und Strukturen haben dazu geführt, dass sich zerstörerische Systeme wie der Spätkapitalismus etabliert haben.

zeit.de/zeit-magazin/2018/20/o

Wir leben, anders als die Tiere, diesseits von Gut und Böse und verhalten uns daher notgedrungen moralisch oder amoralisch. Dies ist das Privileg des Menschen – und, wenn wir es als solches erkennen und ernst nehmen, auch eine Pflicht. "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung."

zeit.de/2018/21/menschen-tiere

Mehr als ein Drittel aller US-amerikanischen Haushunde bekommen zum Geburtstag ein Geschenk. Jeder zehnte britische Haustierhalter liebt seinen vierbeinigen Freund angeblich mehr als den menschlichen Partner.

zeit.de/2018/21/menschen-tiere

"Ein Autofahrer ist ein Vierbeiner im Wesentlichen", wie der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher unlängst (allerdings in kritischer Absicht) bemerkte: "Das heißt, er befindet sich in einer sehr bequemen Position, ähnlich wie die Primaten vor ungefähr sieben, acht Millionen Jahren."

zeit.de/2018/21/menschen-tiere

Wer aller ökologischen Vernunft zum Trotz mit einem SUV durch die Stadt bollert, kann sich mit Blick auf die Evolutionsbiologie darauf berufen, dass die Sehnsucht nach automobiler Überlegenheit eben tief in seinem Reptiliengehirn verankert sei.

zeit.de/2018/21/menschen-tiere

Der westliche Liberalismus ist seit seiner Geburt in den französischen Salons und englischen Gelehrtenstuben nie mehr gewesen als die Ideologie einer Handel treibenden Klasse, deren Glückskonzept auf materielle Ausdehnung zielte – zulasten der Natur und der hart arbeitenden Menschen.

zeit.de/2018/20/fdp-debatte-li

Der Liberalismus hat sich zu Tode gesiegt, übrig geblieben ist kein befreites, rundum ermächtigtes Individuum, übrig geblieben sind vielmehr lauter Einzelne, die ohnmächtig vor den Wirkungen des globalisierten und digitalisierten Liberalismus stehen und sich nach einer autoritären Alternative sehnen. 

zeit.de/2018/20/fdp-debatte-li

Viele von ihnen sehen ihre einträglichen Berufe und ihre soziale Stellung nicht als ein Privileg an, für das sie dankbar sein müssten, sondern als eine eigene Leistung, deren Ertrag vor dem Staat und "Minderleistern" geschützt werden muss. 

zeit.de/2018/20/fdp-debatte-li

Pessimisten mögen eine Neuerfindung der Schule als illusorisch abtun.

Realisten werden feststellen, dass die Umwälzung der Welt einem keine Wahl lässt.

Optimisten werden das lernende Land als Chance auffassen: für eine Gesellschaft, die auch dadurch ihren Zusammenhalt stärkt.

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Warum sollte es einer Bildungsgesellschaft nicht gelingen, doppelt so viele Menschen in den Schulen zu beschäftigen? "Multiprofessionelle Teams" kümmern sich dann um die Kinder: Lehrer, Sozialarbeiter, Coaches, Physiotherapeuten – neue Jobs entstehen, die nicht digitalisierbar sind, Mensch an Mensch.

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Um sich in der Welt zu orientieren, brauchen Schüler eine neue Universalbildung: Sie sollten begreifen, wie Algorithmen die Welt verändern und Code die Weltsicht; sie sollten Wirtschaft und Gesellschaft verstehen und auch jene überzeitlichen Werte verinnerlichen, ohne die diese Highspeed-Welt zusammenbricht.

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Bildungserfolg heißt künftig: Neues entdecken und es durch Wissen einordnen. Die Wissensgesellschaft geht auf Entdeckungsreise. Die Neuerfindung der Schule beginnt mit drei Fragen: Was sollen Schüler lernen? Wie? Und mit wem?

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Ein erster Schritt wäre es, wenn Union und SPD aus ihrem Sprachgefängnis ausbrächen und nicht von den "kleinen Leuten" redeten, sondern von deren Großzügigkeit und Geduld gegenüber den Privilegierten.

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"Kleinen Leute" werden seit Jahren dem maximalen Globalisierungs- und Mobilitätsstress ausgesetzt: Sie müssen Angst haben, dass ihre Kinder mit schlechten Noten nach Hause kommen; sie wohnen an jenen Straßen, die durch Lärm und Abgase entwertet und entmenschlicht werden; sie wissen nicht, was die Digitalisierung demnächst mit ihren Jobs macht...

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