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Notiz an mich selbst: Diskussionen über FLOSS mit Menschen, die diese Art von Software nur privat nutzen, sind potentiell gefährlich.

@z428 Bin neugierig. Kannst du das spezifizieren?

@encarsia @ptolemeaus Hatte gestern wieder eine längere Diskussion mit jemandem, der "all seine Rechner" mit Trisquel installiert hat, proprietäre Software meidet - aber dienstlich selbstverständlich vor Windows und MS Office sitzt. Das kann ich zunehmend weniger ernst nehmen.

@z428 @ptolemeaus Verstehe, "gefährlich" also für deine eigene geistige Gesundheit...😉

In meinem Job kann ich mir auch nicht aussuchen, womit die Kiste läuft, zu Hause schon.

@encarsia Jupp, genau so. In so einem Umfeld ist die Missionierung für FLOSS ein deutlich aufwendigeres Thema. Das blenden viele leider aus.
@ptolemeaus

@z428
@encarsia ja das man sich sein System aussuchen kann ist moch lange nicht bei allen Arbeitgebern angeboten. Aber missionieren für FLOSS halte ich halt auch nicht für ne gute Lösung, nutze auf Linux auch die ein oder andere proprietäre Software ^^

@ptolemeaus Ich missioniere auch gern. ;) Aber am Ende gilt es zu respektieren, dass sich in der Masse wenige zum Selbstzweck mit Technologie beschäftigen, sondern damit Dinge tun wollen. *Zumindest* sollte man sich die Mühe machen, zu zeigen, wie diese Dinge mit FLOSS adäquat gehen. Was nützt die Technik, die nur FLOSS nutzt, aber für die Hauptaufgaben nicht mehr verwendbar ist? ;)
@encarsia

@z428
@encarsia stimmt schon, aber FLOSS wird meist produziert weil ein Personenkreis diese Lösung gerne hätte daher ja die Techniklastigkeit von Linux 🤓 und manches gibt es einfach nicht z.B scrivener. Und wehe jetzt kommt mir einer mit, dann programmiere es selber 😠

@ptolemeaus @encarsia @z428 Mir geht es genau so. Beruflich kann ich es mir leider nicht aussuchen und muss mich an einem Mac u.a. mit Slack, Dropbox und Co herumschlagen. Natürlich nutzt man auch Github, ohne sich zuvor nach Alternativen umzusehen. Ich kann es ja auch verstehen, finde es aber trotzdem schade. Wenigstens darf ich mit Linux-Servern arbeiten und die Konsole wird nicht so stiefmütterlich behandelt wie auf Windows. ;)

@herrgnatz Oh ja, Slack gehört auch zu meinen Problemkindern. Dort kommt indes noch was anderes dazu: Ich versuche schon, "meine" Wunschlösung zu protegieren, lasse aber den Kollegen recht weit freie Hand, Werkzeuge zu wählen, mit denen sie leicht und schnell produktiv sind. Deswegen ist intern XMPP zugunsten von Slack durchgefallen. Die können leider all das, woran XMPP seit Jahren scheitert. :/
@ptolemeaus @encarsia

ptolemeaus @ptolemeaus

@z428
Kenne das Problem nur zu gut! Kannst ja mal das Unternehmen fragen ob slack durch das GDPR Audit kommt 😂
@herrgnatz @encarsia

@ptolemeaus Da hab ich derzeit keine Zweifel. Ansonsten wäre es noch schlimmer: Ich diskutiere schon jetzt gegen die Wahrnehmung an, dass GDPR "gute Werkzeuge durch Bürokratie und Rechtsunsicherheit aus dem Markt gedrängt" werden sollen. Das schadet dem dringend gebotenen Anliegen effektiven Datenschutzes massiv. 😐
@herrgnatz @encarsia

@z428
Naja deren software ist halt nicht geschaffen um Kommunikation zu schützen, ich hoffe ja immernoch das wir in Europa Datenschutz als Wettbewerbsvorteil begreifen.
@herrgnatz @encarsia

@ptolemeaus Mag sein. Wo ist ein europäischer Anbieter, der eine Lösung der Stabilität und Bedienbarkeit von Slack mit mehr Datenschutz offeriert? Ich seh den gerade leider nicht. Da ziehen eher die existierenden Konzerne mit GDPR-Compliance nach.
@herrgnatz @encarsia

@ptolemeaus ... zudem ist bei Werkzeugen wie Slack für mich immer die Frage: Welche Kommunikation soll vor wem geschützt werden? Die Kollegen sind über Open Source - Projekte an Slack gekommen, wo Kommunikation in öffentlichen Flack-Gruppen stattfindet, analog zu github-Foren. :/
@herrgnatz @encarsia

@ptolemeaus zum Thema geschützte Kommunikation: wie sieht das eigentlich aus, wenn ich einen externen Service in einen verschlüsselten Chat einbinde? Bekommen die dann ausreichende Informationen über die Inhalte und Teilnehmer oder lediglich einfache Anfragen eines Servers, auf dem die Chat-Software läuft? Also z.B. RSS-Bots oder so etwas wie Giphy. Weiß da jemand mehr? @z428 @encarsia

@herrgnatz Nope, das ist einer der Punkte, wo GDPR durchaus helfen könnte (weil Anbieter sich darüber Gedanken machen müssen ).
@ptolemeaus @encarsia