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Wir als Uni müssen uns ja für jede Bestellung ab 80 (!) Euro vor dem Bundesrechnungshof rechtfertigen. Drei Angebote, ausführliche Dokumentation der Entscheidung ab 1k€, Ausschreibung ab 20k€.

Und der Bund so „ok ihr habt Marketing ohne Produkt, hier habt ihr 21,8 M€.“

@schaf
This.

Wie viel Arbeitszeit ich immer verschwende, nur um Firmen Angebote aus dem Kreuz zu leidern, die ich eh nicht bestellen werde.
Würde man das mal gegenrechnen, wäre es billiger ich spare die Recherche- und Anfragezeit und kaufe immer das teuerste.
Aber der Wissenschaftler darf seine Zeit mit Bürokratie vergeuden.

Aber der Herr Minister, der darf natürlich jeden Mist kaufen, ohne irgendwas. Sei es nun ne Äpp oder ein Mautsystem oder oder oder.

Ich reg mich gerade auf. 😡

@M @schaf Damit bist du nicht alleine. Ich erinnere mich mit Schrecken an Tage, an denen ich Stunden damit verbracht habe, bei irgendeinem Lausigen Teil für nen Serverschrank 50 EUR einzusparen, weil's der Chef (BWLler) so wollte. Unfassbar. Was für ein Wahnsinn.

@M tbh so frustrierend es sein mag, ich find's nicht ganz schlecht. Unter 80 € (1 Gegenstand) bzw 160 € (Betriebsmittel) muss man das nicht (zumindest hier in NI). Ab dann macht es durchaus Sinn, nicht einfach das Teuerste von der Firma von der Tochter des Professors zu nehmen. Kenne so viele Regeln, die erst existieren, seitdem irgendwelche Recht/Wirtschaft- oder ET/IT-Professuren Loopholes exploitet haben bis es wehtat.

@M Allerdings würde ich mir halt eine Rechtfertigungspflicht auch für größere Ausgaben von Bund und Ländern wünschen. (Gibt's die sogar schon?)

@schaf
Ich sehe es ja auch ein, dass Geld aus öffentlicher Hand nicht einfach beim Schwager verpuffen darf.

Mich kotzt nur die Relation an.
Minister (gefühlt) 0 Kontrolle.
Und dagegen ich, der für eine notwendige Reparatur kein Zweit- und Drittangebot findet, weil Firmen nichtmehr antworten.
Und ich versteh die Firmen. Aufwand fürs Angebot, aber 0 Chance auf Auftrag.

@M Ja, es ist zum kotzen. Gerade in diesem Vergleich. Allerdings: Du kannst i.d.R. dann, wenn's dringend ist und du gute Erfahrungen mit einer Firma gemacht hast (also früher auch schonmal verglichen hast) eine Ausschließlichkeitserklärung schreiben. Darin steht z.B. "blabla vergleichbare Angebote am XX.YY., blabla zeitkritische Umstände".

@M Der Bundesrechnungshof will letztlich auch nur "stets bemüht" sehen. Der bürokratische Pedantismus kommt meist von der Uni-Buchhaltung, weil die sich sehr wichtig fühlt.

@schaf
Das unterschreib ich dir sofort.
Die Univerwaltung macht das nochmal extra kompliziert.

Sich selber wichtig machen ist der eine Punkt.
Dafür sorgen, dass wenn was passiert die Schuld NIEMALS bei der Verwaltung liegen kann, ist der andere Punkt.

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