Folgen der Fünfprozenthürde: Die verlorenen Stimmen
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#BSW fährt weiterhin den Copium - Zug und argumentiert jetzt mit Auslandsdeutschen.
#FabioDeMasi rechnet hier jedoch absichtlich falsch! Das BSW bräuchte hier 13435 Stimmen *zusätzlich* zu den 5%. Das wären über 11%!
Und das auch nur, wenn man von 100% Wahlbeteiligung ausgeht, und davon, dass tatsächlich kein einziger #Auslandsdeutsche seine Stimme abgeben konnte.
„Pommes sind nur fettige Chancen!“ - #ChristianLindner
…Und #SahraWagenknecht, #Söder und #Merz sind ohnehin öfter hier als im Parlament.
Wagenknecht lernt von Trump: Wahlbetrug! Manipulation! Fake News!
Man muss Sahra Wagenknecht eines lassen: Wenn schon verlieren, dann wenigstens mit maximaler Dramaturgie. Fast fünf Prozent hat ihr BSW bei der Bundestagswahl geholt, also fast, aber eben nicht ganz. Was tut man in solch einer Situation? Natürlich, man ruft „Wahlbetrug!“, deutet finstere Machenschaften an und erklärt sich selbst zur Märtyrerin des politischen Systems. Donald Trump hat es vorgemacht, und Sahra Wagenknecht zeigt, dass auch sie die hohe Kunst des Verschwörungsnarrativs beherrscht.
Jetzt also prüft das BSW die Anfechtung der Wahl. Grund: Angeblich hatten viele Auslandsdeutsche Schwierigkeiten, ihre Stimme abzugeben. Sicherlich ein Problem, aber dass genau diese verlorenen Stimmen das BSW auf wundersame Weise in den Bundestag katapultiert hätten, klingt doch etwas arg nach politischem Wunschdenken. Doch Wagenknecht wäre nicht Wagenknecht, wenn sie sich nicht auch noch gleich die Medien vorknöpfen würde. Die hätten nämlich eine „beispiellose Negativkampagne“ gegen ihre Partei gefahren. Offenbar war sie von der vielen Sendezeit, die sie als Dauergast in deutschen Talkshows hatte, so geblendet, dass sie gar nicht mitbekam, wie sehr sie angeblich „niedergeschrieben“ wurde.
Und weil das noch nicht reicht, gibt es natürlich auch eine „gezielte Manipulation“ der Umfrageinstitute. Böse, böse Demoskopen, die nicht vorhergesehen haben, dass das BSW sich selbst für das Zentrum des Universums hält. Sogar eine gefälschte Prognose kursierte vor der Wahl – ob daran nun wirklich der Untergang des Bündnisses lag oder eher an mangelndem politischem Profil und einer Wählerschaft, die am Ende doch lieber das Original statt die Wagenknecht-Kopie gewählt hat, sei dahingestellt.
Doch die große Frage bleibt: Was passiert jetzt mit der charismatischen Parteigründerin? Schließlich hatte sie versprochen, ihren politischen Verbleib vom Wahlerfolg abhängig zu machen. Nun, da dieser nicht kam, übt sie sich in der Disziplin, die sie wohl doch besser beherrscht als der politische Kampf: das kunstvolle Zurückrudern. Ob sie bleibt oder geht, will sie nun erst einmal „in den Gremien beraten“ lassen. Übersetzt heißt das wohl: Es wird solange an der Erzählung gearbeitet, bis sie am Ende doch wieder als unerschütterliche Kämpferin gegen das „System“ dasteht.
Trump 2.0? Nein, so weit ist sie noch nicht. Aber immerhin: Das Drehbuch ist schon mal geschrieben.
#Bundestagswahl2025: Ich sage voraus, dass vor allem das #BSW gegen die Wahl klagen wird, da Stimmen aus dem Ausland nicht abgegeben werden konnten. Dies könnte aufgrund der vorläufigen Knappheit des Ergebnisses zu Veränderungen im Bundestag führen.