Wir haben uns was für Menschen ausgedacht, die jetzt ins Homeoffice müssen und vermissen, dass da Kolleg*innen um sie herum sitzen und mit der Tastatur klappern: Das "Virtuelle Großraumbüro" auf Discord erlaubt Büroatmosphäre trotz . discord.gg/T5vEfmH

Diese Situation - dass soziale Interaktionen mich sehr anstrengen und ich sie daher dort konzentriere, wo ich wirklich Spaß oder Sinn finde - hat auch Vorteile: Ich werde sehr selten richtig krank (mein niedriger Blutdruck un zuwenig Bewegung führt öfter mal zu Wetterkopfschmerzen - but that's quite it) und es ist auch so, dass ich oft darauf angesprochen werde.
Eine Erklärung dafür hab ich heute hier gefunden: dwh.at/de/neues/corona-worst-c (via @Luca) und ich kann das bestätigen.

Show thread

> aus, mit und für wen ich arbeite. Kriterien sind zB, dass wenn es nicht grade einen Workshop gibt oder einen anderen sehr guten Grund, vor Ort zu sein, ich zu Hause arbeiten kann. Für Firmen/Agenturen, die verlangen, dass ich selbst zur Erstellung eines Konzeptes oder eines Strategiepapieres vor Ort sein muss, sage ich üblicherweise ab.
Als ich mich 2015 selbständig machte habe ich nicht geahnt, wie sehr mich das entlastet, nicht mehr täglich in ein Büro fahren zu müssen. >

Show thread

Es gibt Menschen, die nicht ständig unter Menschen sind. Nicht weil sie dazu nie Lust haben, sondern weil sie nach Zeiten, in denen sie mit anderen interagieren, erst eine Zeit lang ausruhen müssen. Zu denen gehöre ich. Ich würde zB gerne auf 10 LARPs im Jahr gehen, mehr als 2 schaffe ich aber nie. Ich arbeite in der Beratung, führe also Workshops durch, mache Coaching und arbeite in ständig neuen Firmen und wechselnden Teams. Das macht mir Spaß, aber auch da suche ich mir inzwischen sehr genau>

Unser kleiner Nischenhobbypodcast hat eine neue Folge. Diesmal nicht nur Jan und ich, sondern ein Crossover mit dem zweiten obskuren LARP-Podcast in Deutschland:
Nach langer Pause wieder da: LARP-Podcast live vom MittelPunkt 2019 als Crossover zusammen mit den Kollegen von der OT-Blase. Und diese Folge startet *Dingdingding* unsere Staffel 2 mit mehr Gästen und mehr unterwegs sein! Viel Spaß! t.co/TRKnb5U4gV

Insoweit ist es völlig egal, ob ein paar Leute nicht hinterher kommen und herum schimpfen wenn Sprache einfach tut was sie immer tut: sich entwickeln. Drei Generationen weiter wird man sich darüber amüsieren wie plump, ungeschickt und holprig unsere Sprache mit Gendern umging. Wir reden ja auch nicht mehr wie vor 100 Jahren.

Show thread

Viele derer, die die Sprachveränderung ablehnen lehnen eigentlich die Anforderung (hier: die Repräsentation des gesamten Geschlechterspektrums) ab, verstecken das aber natürlich hinter sprachästhetischen Ansprüchen. Die sind für für die Sprachevolution allerdings zum Glück völlig unerheblich, da Sprache sich nicht - ich sagte es ja schon - um Schönheit schert sondern Effizienz entwickelt.

Show thread

Die Anforderung an Genusvarianz ist ja da, also muss die Sprache die auch abbilden. Effizienz ist, nicht zig Varianten des selben Wortes mit einzelnen Genusmarkern aneinander zu reihen sondern eine Form des Wortes zu entwickeln, die alle zusammen bezeichnen kann. Dass das kommt ist unausweichlich, die Anforderung geht ja nicht mehr weg, also muss die Sprache hinterher.

Show thread

Die Erweiterung der Gendervariabilität war Anfang der Neunziger schon Thema bei uns in den sprachwissenschaftlichen Kursen und da ging es darum, ob sich das Binnen-I, das sich gerade in der Schriftform etabliert hatte, durchsetzen würde (tat es nicht, weil es weder alle Varianten abdeckte noch eine Sprachveränderung auslösen konnte). Das Sternchen tauchte Mitte der Neunziger auf und löste das Binnen-I schnell ab. Weil Sprache eben nicht auf Schönheit sondern Effizienz reagiert.

Show thread

Es gibt "Diskussionen", bei denen man sich zum Glück einfach zurück lehnen kann weil der Zug schon lange abgefahren ist, auch wenn Leute sich mächtig ins Zeug legen, zu begründen warum er gebremst gehört. Eine davon ist die über "Genderwahn". Das schöne an Sprachwandel ist ja, dass er so langsam ist dass man ihn erst bemerkt wenn er nicht mehr aufzuhalten ist.
ze.tt/das-generische-maskulinu

Ich geb mal eine erste Antwort auf meine eigene Frage:
Was dieser Begriff unter anderem macht ist, dass er mehr Menschen erlaubt, mit ihm gemeint zu sein, als tatsächliche Künstler*innen. Da kommen dann Funktionäre, Händler, Lobbyisten und politische Akteure zum Vorschein. Das macht das Wort zu einem Neusprech-Trojaner: Plötzlich sind Verlage und Handel auch "Kulturschaffende" und Gesetze für diese fördern nicht mehr unbedingt Künstler*innen sondern vor allem deren Verwerter.

Show thread

Wenn man nun weiß, der Begriff:
1. verschleiert statt repräsentiert Gender.
2. setzt den Fokus auf materiellen Verdienst.
3. wirkt bewusst umständlich.
Dann kann man fragen: Um was geht es wirklich, wenn diese Formulierung genutzt wird?

Show thread

Die leichteste, mit herkömmlichen Sprachmitteln geformte, Alternative wäre "Künstlerinnen und Künstler". Dennoch entscheidet man sich dagegen.
Mit den heute moderneren Sprachmitteln würde das noch besser gehen: "Künstler*innen" inkludiert alle Personen, die Kunst schaffen. Dennoch entscheidet man sich auch hier dagegen. Um sich für die umständlichste Form zu entscheiden muss man vorher die einfacheren bewusst verwerfen.

Show thread

Der Begriff erscheint immer, wenn es um Geld geht (und nicht um Sinn oder Wirkung von Kunst oder Kultur darüber hinaus) - zuletzt nutzten ihn Verlage bei der Urheberrechtsdebatte in der EU und bezeichneten sich selbst damit - also geht es darum, den materiellen Wert von Kunst zu betonen.
3. Nochmal zur Umständlichkeit des Begriffes: Man geht hier - objektiv überraschend - den schlechtmöglichsten Kompromiss ein, um nicht diskriminierend zu sein...

Show thread

2. Das "-schaffende" ist etwas, was beim Wort "Künstler*in" eigentlich impliziert ist, denn es ist ja eine (Berufs-)Bezeichnung für eine Person, die einer bestimmten Tätigkeit nachgeht. So wie Bäcker*innen, die ja nicht "Brotschaffende" genannt werden müssen. Es scheint also bestimmten Personen oder Interessensgruppen wichtig zu sein, sich von "Künstler*innen" zu unterscheiden...

Show thread

Aber man kann so auch ganz gut verschleiern, wenn es sich bei einer Gruppe nur - mal so als Beispiel, ich weiß grade gar nicht wie ich drauf komme - um Männer handelt.

Show thread

Mal ein (linguistischer) Ausflug in die Welt des .
Heute: Das Wort "Kulturschaffende".
Es ist interessant, wie dieses Wort gebildet ist und wenn man das weiß, nachzusehen, wer es wofür benutzt.
Zur Wortbildung hab ich folgende drei Anmerkungen:
1. Man erzeugt hier einen genderneutralen Plural (siehe auch Studierende). "Künstlerinnen und Künstler" seien ja gemeint und man nutze das arg umständliche Gerundium zur Inklusion...

Sie wissen also eigentlich sogar, dass es das gab/gibt. Übrigens dauert das nur knappe 50 Sekunden, das zu verifizieren:
youtube.com/watch?v=4yrg7vV4a5

Show thread

Entlarvend, welche Vokabeln Rechte benutzen, wenn sie sich als Opfer darstellen: Hexenjagd, "neue Juden", Rassismus usw. Alles Begriffe, die gar nicht zu ihrem Phänotyp passen. Der Grund ist, dass "der weiße Mann" der Art, wie sie sich selbst definieren, ja nie verfolgt wurden und daher auch keine Begriffe dafür existieren.
Tatsächlich verfolgt und diskriminiert wurden/werden aber Frauen, Juden und Nicht-Weiße. Von privilegierten weißen Männern wie ihnen.

Show more
Mastodon

Server run by the main developers of the project 🐘 It is not focused on any particular niche interest - everyone is welcome as long as you follow our code of conduct!